Als Alternative für den Pferdemarkt gedacht

Küstelberg..  Der Schützenverein St. Hubertus Küstelberg wird 50 Jahre alt und ist damit einer der jüngsten Schützenvereine im Altkreis. Und vermutlich hat er eine der originellsten Gründungsgeschichten. Er ist nämlich nicht, wie fast alle anderen Schützenvereinigungen, aus Kriegervereinen oder mittelalterlichen Schutzgilden entstanden, obwohl Küstelberg mit seiner direkten Lage an der alten Heidenstraße schon seit dem 14. Jahrhundert eine bedeutende Funktion als Lager- oder Vorspannstation hatte.

Die Küstelberger Schützen setzen jedoch eine ganz andere uralte Tradition fort: Küstelberg war früher im ganzen Sauerland bekannt für seine beiden Pferdemärkte unter der alten Winterlinde, die zu Pfingsten und im August stattfanden. Tagsüber wurden dort Pferde gehandelt und abends wurde ordentlich gefeiert. Als diese Pferdemärkte 1964 aufgrund der zunehmenden Motorisierung aufgegeben werden mussten, brauchten die Küstelberger einen anderen Grund für Tanz, Geselligkeit und Dorfgemeinschaft. So wurde am 28. August 1965 der St.-Hubertus-Schützenverein gegründet, der im folgenden Jahr am 21. Mai 1966 sein erstes Schützenfest feierte, das seitdem am Wochenende nach Christi Himmelfahrt stattfindet.

Mit Kaiserschießen

Deshalb wird am Freitag, 15. Mai, nach dem Antreten um 14 Uhr an der Schützenhalle ein neuer Kaiser aus den Reihen der ehemaligen Könige ermittelt. Um 19 Uhr folgt ein Kommersabend mit Ehrungen und Vorstellung der Vereinschronik in der Schützenhalle.

Am Samstag geht es gegen 14 Uhr zum Vogelschießen an die Schützenhalle, der Festzug mit dem neuen Königspaar findet um 18.30 Uhr statt. Nach dem Frühschoppen am Sonntag folgt um 14 Uhr der große Festzug mit vielen befreundeten Gast- und Musikvereinen sowie Ehrengästen. Für die richtige Geburtstagsstimmung sorgt der Musikverein Medelon; der Eintritt ist an allen Tagen frei!