Alles aus einem Guss

Über Stücke gegossener Geschichte von Gießer Engelbert Stratmann (li.) freuen sich Dr. Franz-Josef Bohle und Benedikt Klaucke vom Förderverein Kloster Bredelar.
Über Stücke gegossener Geschichte von Gießer Engelbert Stratmann (li.) freuen sich Dr. Franz-Josef Bohle und Benedikt Klaucke vom Förderverein Kloster Bredelar.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Vier gegossene Wappen Bredelarer Äbte werden demnächst im Kreuzgang des Westflügels angebracht und gleichwohl an die klösterliche wie industrielle Nutzung des ehemaligen Kloster Bredelar erinnern.

Bredelar..  Der Gießer Engelbert Stratmann aus Messinghausen hat sie angefertigt. Kreative Unterstützung holte er sich beim Madfelder Künstler Boris Sprenger, der die historischen Vorlagen als Wachsmodelle formte.

In der Gießerei Busch in Meschede-Wehrstapel wurden die Modelle in Formsand abgeformt und in mehreren Etappen als Grauguss gegossen. Die eigene Lehr- und Schaugießerei im Putzhaus der ehemaligen Theodorshütte Bredelar hätte zwar auch alle technischen Voraussetzungen geboten, sie ist aber derzeit wegen Baumängeln noch geschlossen.

Die motivischen Vorlagen für die vier Wappenteller entdeckte Engelbert Stratmann in der Schrift „Das Kloster Bredelar und seine Bibel“, die 1996 unter Federführung von Gerhard Stein vom Verein für Ortsgeschichte und Heimatpflege herausgegeben wurde.

Aufwertung des Kreuzganges

Die Gussteller zeigen das Wappen von Abt Ferdinand Laer (1697 bis 1705) aus Brakel, das Wappen von Abt Vinzenz Bönig (1765 bis 1777) aus Neuenbeken und von Abt Peter III. Nolten (1724 aus 1733) aus Salzkotten. Der vierte bildet ein unpersönliches Abtswappen von 1556 ab.

Dr. Franz-Josef Bohle und Benedikt Klaucke vom Vorstand des Fördervereins Kloster Bredelar nahmen die Gussteller jetzt mit großer Freude entgegen: „Mit der ideell gleichwie materiell kostbaren Stiftung sorgt Engelbert Stratmann für eine materialgerechte Aufwertung des Kreuzganges, passen die Gusswappen doch gut zu den dort vorhandenen historischen Eisengussfenstern.“