9622 Stunden Einsatz für Briloner Bevölkerung

Brilon..  Der stetige Wandel in der Feuerwehr war jetzt ein herausragendes Thema bei der Jahreshauptversammlung des Löschzuges Brilon, zu der Löschzugführer Thomas Böddicker wieder über hundert Mitglieder und Ehrengäste begrüßte. Böddicker erinnerte in seinem Grußwort u.a. an das Projekt Feuerwehrehrensache, bei dem in NRW alles Bestehende hinterfragt wird.

Neben dem Bestreben, bestehende Strukturen zu verbessern, gibt es diesbezüglich aber auch Diskussionsbedarf. Gerade bei der Personalgewinnung und bei Ausbildungskonzepten bestehe die Gefahr, so der Löschzugführer, dass Quantität vor Qualität gestellt werde. Dies könne kein Anspruch in der Feuerwehr sein.

Dank des Bürgermeisters

Um Qualität ging es auch im Jahresrückblick für 2014. Der Löschzug Brilon mit seinen 77 aktiven Mitgliedern hatte 164 Einsätze zu bewältigen. Eine Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Durch die aktiven Kameradinnen und Kameraden kamen so gut 2000 Stunden im Feuerwehreinsatz zusammen. Hinzu kommen noch die Stunden für Ausbildungen von gut 5500 Stunden. Mit den sonstigen Veranstaltungen wurden zusammen 9622 Stunden ehrenamtlicher Dienst zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Brilon geleistet. Besonderer Dank gilt dabei auch den Arbeitgebern. Noch nie musste ein Mitglied einen Lehrgang absagen, weil der Arbeitgeber Probleme bereitet hätte.

Auch die weiteren Abteilungen gaben ihre Jahresberichte ab. Die 43 Musikerinnen und Musiker des Tambourkorps unter der Leitung von Freddi Rennerich hatten 19 Auftritte und trafen sich 31 Mal zu Übungsabenden. Großer Wert wird auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses, derzeit sind neun Kinder in der Ausbildung, gelegt. Garant für guten Nachwuchs ist auch die Jugendfeuerwehr. Jugendfeuerwehrwart Holger Knackstedt schaute erneut auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Die 18 Jugendlichen erreichten bei den mehr als 34 Terminen eine Beteiligung von über 70 Prozent. Großer Dank gebührt allen Betreuern bei der Jugendfeuerwehr und beim Tambourkorps. Nur mit deren Einsatz kann die gute Personalstruktur gehalten werden.

Erstmals beim Löschzug Brilon zu Gast, dankte Bürgermeister Dr. Bartsch allen Anwesenden im Namen des Rates und der Verwaltung sowie aller Bürgerinnen und Bürger für den ehrenamtlichen Einsatz, hinter dem große Energie und Einsatzwillen stehe.

Beförderungen

Der Leiter der Feuerwehr Brilon, Wolfgang Hillebrand, dankte allen 153 Mitgliedern des Löschzuges für ihr Engagement. Nach dem Bestehen des Gruppenführer-Lehrganges beförderte Hillebrand Thorsten Dietz zum Brandmeister. Zudem wurden Stefan Böddicker, Christian Schilling und Florian Schreckenberg zu Unterbrandmeistern, Dominik Becker, Benedikt Hoppe, Felix Schreckenberg und Andre Sommer zu Oberfeuerwehrmännern sowie Maximilian Becker und Jonas Ernstberger befördert.