790.000 Euro für neue Edelstahlrohre an Winterberger Bobbahn

Die Eisbob-Weltmeisterschaft auf der Bobbahn in Winterberg.
Die Eisbob-Weltmeisterschaft auf der Bobbahn in Winterberg.
Foto: Arne Poll/WP
Was wir bereits wissen
Die Stadt Winterberg und der Hochsauerlandkreis investieren bis zum Jahr 2018 in die Instandsetzung von Ventilstationen an der Bob- und Rodelbahn in Winterberg.

Winterberg.. Die Stadt Winterberg und der Hochsauerlandkreis müssen bis zum Jahr 2018 kräftig in die Instandsetzung von Ventilstationen an der Bob- und Rodelbahn investieren. Der Rat Winterberg beschloss in seiner Sitzung am Mittwochabend Ausgaben von insgesamt rund 161.000 Euro, die Stadt und Kreis gemeinsam zu tragen haben. Der Kreistag muss diesen Investitionen noch zustimmen. Würde er diese verweigern, droht sogar eine Stilllegung der Sportstätte im Jahr 2019.

Fördermittel von Bund und Land

Diese 161.000 Euro, die aus dem so genannten Instandhaltungsbudget entnommen werden, sind nur ein kleiner Teil der Gesamtsumme, die in diese Maßnahme investiert wird. Laut Verwaltungsvorlage des Kreises fließen rund 790.000 Euro in die Sanierung. Ein beträchtliches Finanz-Volumen, das abgefangen wird durch Fördermittel des Bundes und des Landes in Höhe von rund 629.000 Euro.

Grund für die Sanierung ist das Ergebnis einer Fünf-Jahres-Prüfung des Technischen Überwachungsvereins an den Rohrleitungen am 30. September 2014. Damals wurden laut Verwaltungsvorlage flächenförmige Korrosionen an den Ventilstationen festgestellt. Der TÜV Rheinland hatte daher empfohlen, an allen 34 betroffenen Stationen die Verrohrung gegen Edelstahlrohre auszutauschen.

Mittlerweile ist nach einer Prüfung des Mangels durch das Fachbüro Möller und Meyer aus Gotha klar, dass die komplette Umsetzung nur in vier Schritten über vier Jahre möglich ist.

Ausschreibung als Gesamtpaket

Allerdings erfolgt die Ausschreibung der Arbeiten als Gesamtmaßnahme. Damit soll insbesondere eine Kostensicherung erlangt werden. Vorteil dieser Verfahrensweise sei zudem, „dass die Montagearbeiten nur einem Auftragnehmer übertragen werden, gleiche Ausführungsstandards in den Bauabschnitten gelten, keine unterschiedlichen Materialien verbaut werden und mögliche Gewährleistungsverluste vermieden werden“, heißt es weiter. Bund und Land haben bereits einem vorzeitigen Beginn der Maßnahme zugestimmt. Der Bewilligungsbescheid über die Fördergelder stehe aufgrund personeller Engpässe bei der Bezirksregierung Arnsberg aber noch aus.