500 Wasserpflanzen gegen die Algenplage

Beim WP-Familientag zeigte sich der Hillebachsee in Niedersfeld
Beim WP-Familientag zeigte sich der Hillebachsee in Niedersfeld
Foto: Rita Maurer
Was wir bereits wissen
Klares Wasser, keine Algen - so präsentierte sich der Hillebachsee mitsamt Badebucht noch am vergangenen Samstag beim großen WP-Familientag. Dies war nicht immer so. Zuletzt prägte ein Algenteppich das Bild am See. Jetzt haben Stadt und Stadtwerke gehandelt.

Niedersfeld..  Klares Wasser, keine Algen - so präsentierte sich der Hillebachsee mitsamt Badebucht noch am vergangenen Samstag beim großen WP-Familientag. Dies war nicht immer so. Zuletzt prägte ein Algenteppich das Bild am See. „Die noch vor kurzem sichtbaren Algen wurden am 9. Juni bei einem gemeinsamen Wartungseinsatz von Stadt und Stadtwerken aus der Badebucht entfernt“, so Henrik Weiß, Vorstand der Stadtwerke Winterberg AöR. „Wir haben bestes Badewasser in unserer Badebucht, das belegen auch die Badewasseranalysen, die regelmäßig durch das Hygieneinstitut des Ruhrgebietes am Hillebachsee genommen werden.“

Weiß betont in einer Pressemitteilung, dass der Algenwuchs in solch klarem, unbehandeltem Wasser natürlich und ganz normal sowie durch regelmäßige Pflegemaßnahmen gut in den Griff zu bekommen sei. Nicht nur in der Badebucht, sondern unter anderem auch in Tretbecken oder Feuerlöschteichen sei bei entsprechenden Temperaturen, Sonneneinstrahlung und Nährstoffgehalt Algenbildung im Wasser zu beobachten, die aber absolut harmlos sei und nichts mit den gesundheitsschädlichen Cyanobakterien zu tun habe.

Kein Einsatz von Chemikalien

Ein Einsatz von Chemikalien zur Bekämpfung der Algen kommt laut Henrik Weiß nicht in Frage, da zum einen die Badebucht im Wasserschutzgebiet liegt und zum anderen es dem Naturcharakter der Anlage widerspräche. Es wäre auch sinnlos und würde wegen des ständigen Wasseraustausches mit frischem Bachwasser nicht funktionieren. Die Durchströmung tauscht das Wasser der Badebucht innerhalb von drei Tagen komplett aus.

Um die Filterwirkung des Absetzbeckens zu optimieren, haben Stadt und Stadtwerke 500 Wasserpflanzen im Zulauf eingepflanzt. Dort entsteht nun sukzessive ein Schilf- und Röhrrichtgürtel, der helfen soll, den im Bach vorhandenen Nährstoffgehalt zu senken und damit den Algen die Grundlage zur Vermehrung zu nehmen.

Abrechen und Absaugen

Damit sich dann die hervorragende Wasserqualität auch optisch zeigt und ein jeder gern ein Bad in der Bucht nimmt, ist eine regelmäßige Pflege und Wartung der Badebucht geboten, wozu auch das Abrechen oder Absaugen von neu gewachsenen Algen ein- oder zweimal im Jahr gehört.