40 Ehrenamtliche erhalten den Bürgerpreis

Der Bürgerpreis ging als Gemeinschaftspreis an die über 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Asylbewerberbereich.
Der Bürgerpreis ging als Gemeinschaftspreis an die über 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Asylbewerberbereich.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Verleihung des Bürgerpreises der Stadt Marsberg krönte den Neujahrsempfang der Stadt.

Bredelar..  Die Verleihung des Bürgerpreises der Stadt Marsberg krönte den Neujahrsempfang der Stadt am Freitagabend in der ehemaligen Abteikirche des Klosters Bredelar und war gleichzeitig dessen Höhepunkt. Bürgermeister Klaus Hülsenbeck verlieh den Bürgerpreis als Gemeinschaftspreis an die über 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Asylbewerberbereich.

Als äußeres Zeichen der besonderen Anerkennung wurde in diesem Jahr auf die Verleihung weiterer Bürgerpreise verzichtet. Bürgermeister Hülsenbeck: „Es ist beeindruckend festzustellen, zu welchen Aktivitäten und Hilfen Marsberger Bürgerinnen und Bürger und andere Gutmenschen aus der Umgebung bereit und in der Lage sind. Sie haben sich in hervorragender Weise ehrenamtlich für die Gemeinschaft eingesetzt.“

Seit einem halben Jahr ist Marsbergs neuer erster Bürger in Amt und Würden. Er kenne ihn seit 20 Jahren, sagte Landrat Dr. Karl Schneider in seinem Grußwort. „Und wir vertrauen einander“, wünschte er der Stadt Marsberg „alles Gute und eine gedeihliche Entwicklung.“

Zum Thema Windenergie gab er dem Landesentwicklungsplan der Bezirksregierung, Teilbereich Windkraft, eine rhetorische Abfuhr: „Wir machen nicht aus dem Land der 1000 Berge ein Land der 1000 Windkraftanlagen.“

Die Windenergie war ebenso Thema in der Ansprache des Bürgermeisters, in der er Rückblick auf 2014 hielt und auch auf die Herausforderungen 2015 einging. Er sprach die Stadtfinanzen an, aber auch Stadtentwicklung, Stadtgestaltung, Gewerbe- und Wirtschaftsförderung, Gesundheit, Tourismus, Jugend- und Ehrenamt.

Vereinsgründung geplant

Zur Stärkung der Jugend-, Senioren- und Ehrenamtsarbeit in der Stadt Marsberg ist die Gründung eines gemeinnützigen Vereins geplant. Die Stadt Marsberg unterstützt diesen Verein nicht mit Geld, weil unzulässig, sondern mit Manpower. Mitarbeiter der Stadt Marsberg, die in ihren Dörfern oder der Stadt selbst jetzt schon ehrenamtlich tätig sind in unterschiedlichen Bereichen (Musik, Sport, Schützen, usw.) kümmern sich darüber hinaus jetzt um die Führung des neuen Vereins und erledigen die Verwaltungsarbeit und Organisation.

Die Antragstellung, sprich die Nachfrage nach Unterstützungsgeldern, erfolgt an den Verein und dieser entscheidet unabhängig über die Verwendung der Mittel.

Der Verein versteht sich nicht als Konkurrenz, sondern als Partner für bestehende Vereine oder Einrichtungen. Es sollen Geldquellen erschlossen werden, die ansonsten so nicht sprudeln würden.

Mit 1700 Mitarbeitern ist der LWL größter Arbeitgeber in Marsberg. Und der LWL feierte im gerade abgelaufenen Jahr sein 200-jähriges Bestehen als erste psychiatrische Klinik in NRW und eine der ersten in Deutschland.

Große Akzeptanz

Er habe noch nie erlebt, dass es irgendwo so eine große Akzeptanz für psychisch kranke Menschen gebe wie in Marsberg. Die Aussage entlockte Moderator Andreas Melliwa dem ärztlichen Direktor des LWL in Marsberg, Dr. Stefan Bender, in einer Interviewrunde zu aktuellen Themen der Stadt. Michael Bison, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des HSK, betonte in der Gesprächsrunde die gute Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderungen auf städtischer Ebene. Hanns Runte, Leiter des Sozialamtes, lobte die Marsberger Bürger für die gute Unterstützung der Asylbewerber nach dem Brand des Übergangswohnheimes im September und dankte, „dass sie bis heute angehalten hat.“