300 Oldtimer bei Sauerland-Rundfahrt auf der Straße

Ein Blick zurück in die gute alte Zeit: Die gepflegten Schätzchen hatten mitunter 50 Jahre und mehr auf dem Buckel.
Ein Blick zurück in die gute alte Zeit: Die gepflegten Schätzchen hatten mitunter 50 Jahre und mehr auf dem Buckel.
Foto: WP
Bei der 17. Oldtimerrundfahrt durchs Sauerland gingen am Samstag rund 300 Starter mit ihren alten Schätzchen auf die Reise.

Brilon.. Wo sonst am Wochenende die Autos mit den gelben Nummernschildern der Holländer das Straßenbild im Sauerland bestimmen, waren am Samstag die Old- und Youngtimer, Lkw und Motorräder bei der 17. Oldtimer-Sauerland-Rundfahrt unterwegs.

Und die alten Schätzchen waren auch gleich am Nummernschild zu erkennen: Entweder waren es Saisonkennzeichen und die Wagen wurden nur bei gutem Wetter ausgeführt. Oder die Nummer und das Fahrzeug war nur für die Oldtimerrundfahrt angemeldet worden. Eines hatten alle Schilder jedoch gemeinsam, das „H“ für Historie. Schließlich waren alle Fahrzeuge in die Jahre gekommen und hatten mitunter 50 Jahre und mehr auf dem Buckel. Und noch eines zeichnete diese Autos aus: Sie waren allesamt unheimlich gepflegt und nicht nur für diese Fahrt herausgeputzt worden.

Echte Liebhaberstücke

Davon konnten sich die Oldtimer-Freunde besonders auf dem Gelände von Mercedes Witteler ein Bild machen, wo die rund 300 Liebhaberstücke anschließend zu bewundern waren. Und da wurde im Rahmen eines umfangreichen Rahmenprogramms mit viel Musik geschätzt, was zum Beispiel der Ford Cabrio Phaeton aus dem Jahre 1928 von Albert Kürmann wert sein mag. Oder das alte Feuerwehrauto der Briloner Wehr. Müßig darüber zu diskutieren, denn das würden die Briloner sowieso nicht abgeben. Einig waren sich einige Experten allerdings auch, dass da gut und gerne Oldtimer in der Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages auf dem Platz standen.

Bei der Tour über 135 Kilometer, die in diesem Jahr über Berg und Tal in Richtung Hennesee führte, waren immerhin fast 4000 Höhenmeter (für Lkw 2200) zu bewältigen. Und so mancher Pkw tat sich da schon mal ganz schön schwer.

Go, Goggo, go!

Aber es war schon erstaunlich, wie sich der rote Goggo die Straße von Ramsbeck nach Berlar quälte und auch schaffte. Oder der alte Opel mit Wohnwagen, der das Waldhaus in Föckinghausen ansteuerte. Vielleicht hätte der Beifahrer aussteigen sollen? Ging aber nicht, einer musste ja die Aufgaben lösen oder ein bestimmtes Bild suchen. Schließlich wollte man ja bei der Siegerehrung bei Witteler in seiner Klasse aufs Treppchen.

Dennoch: Dabeisein, war alles. Das zeigten einmal mehr die vielen Anmeldungen, die erneut nicht berücksichtigt werden konnten. Und bei so manchem Zuschauer am Straßenrand wurden Erinnerungen an die gute alte Zeit geweckt, als die heimischen Firmen noch ihren eigenen Fuhrpark mit Lastern der Marke Hanomag, Büssing, Krupp, Henschel, Magirus oder Borgward hatten. Übrigens einige Pkw der Marke Borgward, ein Marktführer auf dem Automarkt der 60er Jahre, wurden bei der Rundfahrt auch wieder gesichtet.

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