29-jähriger Vater weiter in Untersuchungshaft

Altenbüren/Arnsberg..  Der 29-jährige Familienvater aus Altenbüren, der beschuldigt wird, am 20. Februar seinen viereinhalb Monate alten Sohn so schwer verletzt zu haben, dass er an inneren Blutungen verstarb, bleibt weiter in Untersuchungshaft. Das hat gestern ein Haftprüfungstermin in Arnsberg ergeben.

Beantragt hatte den Termin der Verteidiger des 29-Jährigen, Rechtsanwalt Norbert Knepper aus Brilon. Der Jurist hält den Vorwurf des Totschlags für „nicht zutreffend“, wie er nach dem rund dreiviertelstündigen Termin gegenüber dieser Zeitung gestern sagte.

Seit dem Vorfall befindet sich der Familienvater in Hamm in Untersuchungshaft. Grundlage dafür war das unmittelbar nach der Tat angefertigte rechtsmedizinische Gutachten. Danach hat das Baby die tödlichen Verletzungen durch massive Gewalteinwirkung im Bauchbereich erlitten.

Vorwurf: Totschlag

Der Vater, der sich zum Tatzeitpunkt mit dem Säugling und dem anderthalbjährigen zweiten Kind, ebenfalls ein Sohn, alleine zu Hause aufhielt, gibt an, dass das Kind zu brechen begonnen habe und er versucht habe, das Erbrechen zu stoppen. Der Vorfall ereignete sich, während die Gattin des 29-Jährigen und Mutter der beiden Kinder zu Besorgungen unterwegs war.

Bei ihrer Rückkehr saß ihr Mann mit den beiden Kindern auf dem Sofa. Plötzlich sei das Baby blau angelaufen und habe aufgehört zu atmen, gab sie an. Die sofort alarmierten Rettungskräfte, auch ein Hubschrauber war im Einsatz, konnten nichts mehr für das Kind tun.

Bereits während der Obduktion am Tag nach dem Vorfall hatte der Rechtsmediziner die Kriminalpolizei über Auffälligkeiten in Kenntnis gesetzt. Die rechtsmedizinische Untersuchung hatte dann neben den Verletzungen im Bauchbereich auch Hinweise auf ein Schütteltrauma ergeben. Ein entsprechendes neurologisch-pathologisches Gutachten sei derzeit noch in Arbeit, so Staatsanwalt Klaus Neulken.

Sobald die rechtsmedizinischen Untersuchungen abgeschlossen sind, will Staatsanwalt Neulken über die Anklageerhebung entscheiden.