23-Jähriger darf das Kirchenasyl verlassen

Bredelar..  Gute Nachricht für Amanuel Oqubagabr: Sein Kirchenasyl kann aufgehoben werden. Aufgrund der Dublin-III-Verordnung sollte der 23 Jahre alte Eriträer nach Italien abgeschoben werden, weil er Italien als erstes EU-Land betreten hatte. Wie Pfarrer Markus Pape gestern mitteilte, hat das Verwaltungsgericht Arnsberg die Abschiebung gestoppt.

Die Ev. Kirchengemeinde Marsberg gewährt dem jungen Mann seit mehr als sechs Monaten Kirchenasyl. Jetzt wartet er noch auf Bescheid, ob sein Einspruch gegen die Abschiebung positiv beschieden wird und er in Deutschland seinen Asylantrag stellen darf. Pfarrer Pape: „Bis zur Entscheidung wird ihm nunmehr eine Duldung in Deutschland ausgesprochen und er kann sich wieder frei bewegen.“ Die ev. Kirchengemeinde freue sich mit Amanuel, so Pfarrer Pape weiter, dass sich durch das Kirchenasyl für ihn der Weg eröffne, hoffentlich möglichst bald in ein geordnetes Asylverfahren eintreten zu können und dankt „ausdrücklich den vielen Menschen, die dieses Kirchenasyl finanziell und durch ihren persönlichen Einsatz ermöglicht haben. Jetzt sucht das Sozialamt für ihn eine neue Unterkunft. Pfarrer Pape: „Bis dahin kann er natürlich im Gemeindehaus wohnen bleiben.“

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