200 000 Euro für Bergbau, Natur und Co.
03.07.2009 | 12:21 Uhr 2009-07-03T12:21:00+0200
Altkreis. Ein Achtel der Leader-Mittel ist verplant: Insgesamt 200 000 Euro fließen in Projekte der Vorstudie „Bergbau-Route”. Dies hat die Lokale Aktionsgruppe (LAG, erweiterter Vorstand) am Montag beschlossen.
Ebenso tritt die Leader-Region Hochsauerland dem Geopark Grenz-Welten (vormals Waldeck-Frankenberg) bei.
Was hat denn nun „Geo” genau mit „Bergbau” zu tun? Die Frage ist berechtigt, liebe Leser. Antwort: Beides wird im Rahmen von „Bildung, Kultur und Landschaft” berücksichtigt, wenn jetzt die ersten Projekte angegangen werden. Die „Bergbauroute” gibt eben der Studie den Namen und bleibt darum in aller Munde. Sie wird es als durchgängigen Weg aber nicht geben (WP berichtete), sondern stattdessen wird ein vielseitiges „Schwerpunktzentrum Hochsauerland” im Geopark GrenzWelten aufgebaut. Zu diesem Schritt rät u.a. die Agentur KultLand am Schluss der 205-seitigen Studie, die in Brilon und Hallenberg vorgestellt wurde. Die LAG schloss sich - mit Blick auf ein grenzübergreifendes Vorhaben - an.
Die ersten umzusetzenden Projekte aus der Studie wurden in der Sitzung beschlossen und betreffen das Schwerspatmuseum Dreislar, den Kilianstollen Marsberg und einen Bergbauwanderweg in Giershagen (siehe Seite 4).
Mittel für zwei weitere Projekte wurden unabhängig von der Studie bewilligt: 29 000 Euro für den Ziegenhellen-Turm, der als Aussichtsplattform wischen Winterberg und Hallenberg an bedeutenden Wanderwegen touristisch bedeutsam ist. Und 6536 Euro für einen Judengedenkstein in Brilon auf dem Grundstück der ehemaligen Synagoge. Er soll die bestehende Gedenktafel aus Bronze integrieren.
Insgesamt sind die 1,6 Mio. Euro Leader-Mittel nun „grob richtungsweisend” verplant, so Regional-Managerin Vera Traumann. Das heißt, es gibt übergeordnete Bereiche. Bis 2013 sollen 600 000 Euro in regionale Projekte (festgelegt auf z.B. Leerstandsbörse, Kulturlandschaftsführer, Ausbildungsoffensive, Leader-Büro), 600 000 Euro in örtliche Projekte (vieles offen) und die 200 000 Euro in Projekte der Bergbauroute fließen.
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