1,8 Millionen Euro für ein neues Rohr

Die Diemeltalspere von oben.
Die Diemeltalspere von oben.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
100 Jahre hat der Grundablass in der Diemeltalsperre gehalten. Jetzt sind umfangreiche Instandsetzungsarbeiten nötig.

Helminghausen..  Das Wasser und Schifffahrtsamt (WSA) Hann. Münden hat die Aufträge für die Erneuerung des Grundablassrohres an der Diemeltalsperre vergeben. Mit der Bauausführung wurde die Firma Coswiger Tief und Rohrleitungsbau GmbH aus Dresden beauftragt. Die Baukosten belaufen sich laut einer Pressemitteilung auf 1,8 Mio. Euro. Die Bauarbeiten werden im März 2015 beginnen.

Die Wiederinbetriebnahme des neuen Grundablassrohres ist im Oktober 2015 geplant. Die Maßnahme wird unter Beibehaltung der normalen Stauziele der Diemeltalsperre durchgeführt. Lediglich für Kranarbeiten von der Staumauer aus sind zeitlich befristet Einschränkungen für den Straßenverkehr zu erwarten.

Regelmäßige Bauwerksprüfung

Zudem wird der Wanderweg auf dem Diemelsteig direkt am Fuß der Diemeltalsperrmauer während der Bauarbeiten gesperrt. Der Wanderweg wird während dieser Zeit um das Ausgleichsbecken geführt, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Bauwerksprüfung der Anlage hatte ergeben, dass nach über 90-jährigem Betrieb des Grundablassrohres nun eine Erneuerung erforderlich ist. Der Grundablass ist eine Rohrleitung, die durch die Staumauer führt und das Wasser aus der Talsperre in den darunter liegenden Fluss, die Diemel, leitet. Der Grundablass in der Diemelstaumauer wird regulär nur bei der Steuerung der Wasserabgabe im Rahmen des Hochwasserschutzes benötigt. Die alltägliche Wasserabgabe erfolgt über das Wasserkraftwerk in Helminghausen zur Stromgewinnung. Die tägliche Wasserabgabe ist erforderlich, damit der Unterlauf der Talsperre nicht trocken fällt, da ansonsten die Tier und Pflanzenwelt dort nicht überleben könnte. Dafür ist eine Mindestwasserabgabe von einem Kubikmeter pro Sekunde festgelegt.