Zukunft der Schulen in Wittgenstein wird das große Thema

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Wittgenstein..  Die Lachsbach-Förderschule kann Wittgensteiner Kinder und Jugendliche nur als Teilstandort eines größeren Schulverbundes weiter unterrichten. Die Bemühungen um eine Interkommunale Sekundarschule zwischen Bad Laasphe und Erndtebrück sind gescheitert. Die Bad Laaspher Hauptschule ist Geschichte und der Realschule und der Hauptschule in Erndtebrück droht langfristig das gleiche Schicksal, wenn sie nicht Teil einer anderen Sekundarschule oder gar einer ganz neuen, viel umfassenderen Planung werden. Das Wittgensteiner Schulforum am Freitag, 23. Januar, ab 14.30 Uhr soll alle drei Kommunen in der AWO-Werkstatt in Schameder an einen Tisch bringen. Einladen wird der Zweckverband Region Wittgenstein, bei dem das Schulthema über das „Labor Wittgenstein Wandel“ auch als gefördertes Regionalprojekt angesiedelt ist. Patentrezepte gegen sinkende Schüler- und Auszubildendenzahlen im ländlichen Raum gibt es (noch) nicht. Die soll dieses Forum aber erarbeiten.

Ergebnisoffen diskutieren

„Wir haben keine konkreten Ziele für die Veranstaltung. Das Ziel ist es ja gemeinsame Ziele zu entwickeln“, formuliert es der Bad Laaspher Sozialdezernent Rainer Schmalz und der Erndtebrücker Beigeordnete Thomas Müsse betont: Wir gehen ergebnisoffen in das Schulforum.“

Der Schwerpunkt wird sein, Informationen über Richtlinien und Bedarfe auszutauschen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit miteinander zu diskutieren. Mit am Tisch sind dann laut Einladung aber nicht nur die drei Verwaltungen und der Kreis Siegen-Wittgenstein, sondern auch alle Schulen, deren Elternvertretungen, Fachleute der Bezirksregierung in Arnsberg und die Wittgensteiner Politik. Welche Schulformen braucht Wittgenstein? Wie klein dürfen Klassen im ländlichen Raum höchstens sein und ab wann stimmt die Schüler-Lehrer-Relation gar nicht mehr? Wie muss eine Verkehrsinfrastruktur beschaffen sein, um Schüler schnell und kostengünstig zu befördern? Das sind Fragen, zu denen die Wittgensteiner Lösungsvorschläge anschließend auch im Schulministerium in Düsseldorf gehört werden sollen.