Zufahrt zur Kita: Immer tiefere Schlaglöcher

Birkelbach..  Gaaanz langsam – so sollte man als Autofahrer unterwegs sein, möchte man den AWO-Kindergarten in Birkelbach erreichen. Die Zufahrt von der Straße „Zum Reistenberg“ aus hinauf zur Kita gleich neben der früheren Grundschule ist jedenfalls inzwischen mehr als nur eine Buckelpiste: Die Schlaglöcher hier werden immer tiefer. Gerade erst hat Carsten Bauer vom Gebäude-Management des AWO-Kreisverbandes Siegen-Olpe-Wittgenstein einen verbesserten Zustand des Weges angemahnt – in einem Schreiben an die Gemeinde Erndtebrück.

Ortsvorsteher: Hohe Unfallgefahr

Im Rathaus habe man die Zufahrt ursprünglich schon für 2014 im Straßenbau-Programm gehabt, so Bauer. „Aber dann hat es offenbar aus finanziellen Gründen nicht geklappt“, bedauert er. Und bei der alljährlichen Begehung der AWO-Einrichtung neulich sei das Problem nun erneut angesprochen worden.

„Da fährt man sich den Wagen kaputt“, warnt Kita-Erzieherin Rita Althaus-Pols. Und spricht vielen Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen oder abholen, aus der Seele. Kita-Leiterin Erika Trapp sieht nicht zuletzt ein Problem für schwangere Mütter am Steuer, denen so eine Anfahrt einfach unzumutbar sei. Und sie erinnert sich an einen Unfall aus jener Zeit, als es die Grundschule nebenan noch gab: Damals, so Trapp, sei eine Schülerin in den Schlaglöchern gestolpert – und habe sich beide Arme gebrochen. So lange ist die Buckelpiste also schon Thema.

Auch Birkelbachs Ortsvorsteher Fritz Hoffmann sieht in der maroden Zufahrt eine große „Unfallgefahr“. Der Erhalt des Kindergartens in Birkelbach habe absolute Priorität, betont er. Und deshalb müsse auch der Reistenberg samt Kita-Zufahrt „in Ordnung sein“. Dafür werde er sich jetzt verstärkt einsetzen.

Aber: „Die Straße ,Zum Böhl’ ins CJD-Jugenddorf hat es ebenso nötig, auch die Sportplatzstraße“, fügt Hoffmann hinzu. Leider sei der Gemeinde 2014 ja schon beim Start ins Sanierungsprogramm für die Erndtebrücker Straßen das Geld ausgegangen. 250 000 Euro wollte man für sieben Straßen ausgeben – doch schon nach Instandsetzung der drei Abschnitte „Am Köpfchen“, „Zur Zwier“ und „Wellerstal“ lagen die tatsächlichen Kosten bereits bei fast 350 000 Euro.

Sanierungsstau Thema im Ausschuss

Den aufgelaufenen Sanierungsstau bei Birkelbachs Straßen brachte Hoffmanns CDU-Fraktionskollege Heinz-Josef Linten im Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch noch einmal deutlich zur Sprache. Hier müsse mehr getan werden, forderte er. Erndtebrücks Bürgermeister Karl Ludwig Völkel signalisierte, dass man die Bauarbeiten angehen werde, sobald der Gemeinde-Haushalt verabschiedet sei. Sowohl beim Reistenberg wie auch bei der Zufahrt zum Schulgelände samt Kindergarten sieht sich die Gemeinde in der Verkehrssicherungspflicht. Für die Sanierung veranschlagt sind rund 16 500 Euro. Sicher: „Wir haben Verständnis, dass da Prioritäten gesetzt werden“, so noch einmal AWO-Gebäudemanager Carsten Bauer. „Aber der Zustand des Weges ist nun wirklich schlecht.“