Zu den heiligen Steinen der Kiowas

Eine magische Quelle finden, in einem verwunschenen Tal ein Spinnennetz überwinden und ganz nebenbei noch einen reißenden Fluss überqueren – auf dem Weg zu den heiligen Steinen der Kiowas waren von den 14 Mädchen und Jungen im Rahmen der Ferienbetreuung der OGS Niederlaasphe mit Übernachtung in einer Blockhütte durchaus schwierige Aufgaben gemeinschaftlich zu bewältigen.

Dabei wurden wesentliche Bestimmungsmerkmale für die Abenteuer- und Erlebnispädagogik wie Orientierung von Lernen und Entwicklung in und am Leben, an Individualität und Ganzheitlichkeit mithilfe einer von Nicole Wydra verfassten Geschichte und des gewählten Umfeldes „Natur“ umgesetzt.

Die Grundidee des Projektes fand sich in der Überschrift „Lernen durch Tun/Handeln“ wieder. Die beiden Organisatorinnen Jutta Winterhoff und Nicole Wydra hatten den jungen Teilnehmern die Erzählung „Das Geheimnis des Häuptlings Einsamer Wolf“ mitgebracht, der als Indianerjunge Yuma durch Respekt und Zuneigung die Freundschaft eines verletzten Wolfes gewinnt.

In späteren Jahren wählt der Stamm der Kiowas Yuma zum Nachfolger seines verstorbenen Vaters und gibt ihm den Häuptlingsnamen „Weiser Wolf“. Klug führt er sein Volk durch schwierige Zeiten.

Mit dabei ist in all den Jahren immer sein vierbeiniger Freund. Als dieser jedoch verstirbt, gibt der Kiowa-Häuptling die Führung seines Volkes an einen jüngeren Nachfolger ab und wird selbst zum „Einsamen Wolf“. Als letzte Aufgabe übernimmt er es, die heiligen Steine des Stammes an einem geheimen Ort zu bewachen. Als er selbst in die ewigen Jagdgründe zu Manitu geht, bleiben die Steine verschwunden.

Die Legende besagt: Nur wer weise und mutig wie ein Wolf handelt, kann die Steine finden. Auf dem Weg dahin müssen jedoch schwere Aufgaben und Prüfungen bestanden werden, die von einem Einzelnen allein nicht zu lösen sind. Gefragt sind hingegen Gemeinschaft und Zusammenhalt. Hilfreich für die Niederlaaspher Abenteurer war ein Hinweisblatt, das im Lager der Kiowas gefunden wurde.

Als neu zusammengekommene Gruppe gelang es den jungen Teilnehmern schnell, ein Gefühl der Gemeinsamkeit und Zusammengehörigkeit zu entwickeln und fernab eingeschränkter Gruppennormen erfolgreich zu sein. Freya, Alex, Jonas und ihre Freunde waren sich am Ende des Projektes einig: Spannender und lehrreicher hätten die Ferien nicht starten können.