Wunderthausen hofft auf Straßensanierung

Orstvorsteher Martin Schneider sprach vor zahlreichen Dorfbewohnern über Bauprojekte, die Windkraftpläne in Hessen und den Straßenbau.
Orstvorsteher Martin Schneider sprach vor zahlreichen Dorfbewohnern über Bauprojekte, die Windkraftpläne in Hessen und den Straßenbau.
Foto: WP

Wunderthausen..  Die Richtigstellung in Bezug auf den Rotmilan-Höhenweg war für Ortsvorsteher Martin Schneider der vorrangigste Punkt bei der Bürgerinformations-Veranstaltung in Wunderthausen. Zahlreiche Dorfbewohner hatten sich in der Gaststätte Homrighausen eingefunden, um sich über aktuelle Projekte im Ort aufklären zu lassen.

„Wunderthausen ist nicht der alleinige Schuldige“, stellte Schneider heraus. Nachdem die Dorfgemeinschaft Wunderthausen im vergangenen Herbst aus der Interessengemeinschaft Rotmilan-Höhenweg wegen diverser Differenzen mit Hartmut Dienst ausgetreten war, wurde die Nordschleife kurzerhand von der Interessengemeinschaft aus dem Wegeverlauf entfernt. Dies sei jedoch nicht im Sinne der Wunderthäuser, die sich frühzeitig bereit erklärt hatten, dieses in Wunderthausen liegende Stück Weg in Eigenregie zu unterhalten und zu pflegen. Auch auf ein mehrmaliges Angebot hin sei von der Interessengemeinschaft keine Rückmeldung gekommen.

Wohnraum für junge Leute schaffen

Zur Dorfentwicklung und dem demografischen Wandel legte Martin Schneider aktuelle Zahlen vor und sagte: „Wunderthausen liegt voll im Trend, wenn es auch ein unschöner ist.“ Zu viele junge Menschen ziehen demnach aus Wunderthausen weg. Dirk Weber warf ein, dass zu wenig Wohnraum für junge Familien vorhanden sei und dieser durch Umbaumaßnahmen in alten oder leerstehenden Gebäuden mit finanzieller Unterstützung geschaffen werden könnte.

Ein weiteres Thema im Bereich Straßen und Verkehr war die Landstraße 877 zwischen Diedenshausen und Elsoff. Martin Schneider hatte aufgrund des schlechten Zustandes einen Straßenausbau beantragt, der zwar auf positive Resonanz stieß, jedoch wegen mangelnder Gelder abgelehnt wurde.

Für viele Dorfbewohner ist das vollkommen unverständlich. „Täglich fahren Schulbusse unsere Kinder über diese Strecke in die Grundschule nach Elsoff. Wenn dann dort in den Kurven und auf den engen Straßen ein Langholztransporter entgegen kommt, kann einem nur Angst und Bange werden.“, so äußerte auch Schneider seine Bedenken. Da Wunderthausen bisher der einzige Antragsteller auf eine Erneuerung der L 877 ist, hofft der Ortsvorsteher nun auf die Unterstützung durch seine Kollegen aus dem Elsofftal. „Ein Antrag ist schnell abgelehnt, wenn die Anträge aber von mehreren Seiten nacheinander kommen, gibt es vielleicht eine Chance“, hofft er. Auch die Unterhaltung der kommunalen Wirtschaftswege wurde angesprochen, da die Stadt Bad Berleburg aufgrund von Einsparmaßnahmen Schäden an landwirtschaftlichen Wegen nicht mehr sanieren kann. So hat die Projektgruppe „Straßen- und Wegebewirtschaftung“, in der sich auch heimische Vertreter aus Land- und Forstwirtschaft beteiligen, die Idee erarbeitet, dass in Zukunft durch die Bildung von „Wegeunterhaltungsverbänden“ der Erhalt der Straßen gesichert sein solle. Dieses Konzept wird momentan geprüft. Einen Antrag auf Verkehrsberuhigung in Wunderthausen hatte Martin Schneider im vergangenen Jahr gestellt, bei dem eine „30er Zone“ in Teilen der Wemlighäuser Straße angedacht war. Außerdem sollte in der Hallenberger Straße eine „70er Zone“ vom Streitwald an bis zum Ortsschild angestrebt werden, da diese Strecke häufig auch als Rennstrecke genutzt wird. Doch mit der Begründung nach §1 der Straßengesetzordnung „Jeder hat so zu fahren, dass er sich und andere nicht gefährdet“ wurde dieser Antrag abgelehnt. Doch auch hier versicherte der Ortsvorsteher einen erneuten Versuch zu wagen und gegebenenfalls auch den Landrat anzuschreiben.

Kaum Informationen aus Hessen

Natürlich stand auch das immer wieder diskutierte Thema „Windpark Bromskirchen“ auf dem Tagesordnungspunkt. Nachdem viele Wunderthäuser ihre Unterschrift gegen den geplanten Windpark Anfang des Jahres abgegeben haben und Schneider ein acht Seiten langes Protestschreiben eingereicht hat, hat sich auch die Stadt Bad Berleburg noch einmal in einer Stellungnahme gegen die Anlage ausgesprochen. In einem weiteren Anschreiben von Stadtoberbaurat Acker-Marx wurde Bürgermeister Karl-Friedrich Frese, Bromskirchen, nach einem aktuellen Stand des Verfahrens und der Abwägung des Gemeinderats gefragt. In einer kurzen Email kam von diesem zurück: „Die Abwägung ist noch nicht abgeschlossen. Es laufen noch Untersuchungen. Sie werden nach den Bestimmungen des Baurechts zu gegebener Zeit vom Verfahrensstand unterrichtet.“