Wittgensteiner mit Grippe im Bett

Wittgenstein..  Die akute Grippewelle ist an Wittgenstein nicht spurlos vorübergegangen. Eine Blitz-Umfrage unserer Lokalredaktion ergab: Unternehmen und vor allem Schulen sind nicht von dem aggressiven Erkältungsvirus verschont geblieben. Mehr Krankheitsfälle im Vergleich zu vorherigen Grippewellen gab es aber nicht.

Eine Kollegin wehrt sich tapfer

Karla Hengst, Leiterin der Grundschule in Dotzlar: „Eine Kollegin wehrt sich tapfer, alle anderen hatte es erwischt.“ Hengst hofft, dass „ab kommenden Montag alle wieder an Bord sind“.

An der Grundschule in Niederlaasphe hat zwischendurch ein Viertel der Schüler gefehlt, die Lehrer hielten durch. „Lediglich beim Betreuungspersonal fehlte der ein oder andere“, berichtet Schulleiterin Kerstin Frank.

Auch in die Realschule Erndtebrück ist die Grippewelle geschwappt: In einzelnen Klassen fehlten mehr Schüler als üblich, so Schulleiter Bernd Weiskirch. Die Lehrer blieben auch dort von dem Virus verschont. Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch am Gymnasium Schloss Wittgenstein in Bad Laasphe ab.

Anders sieht es am Berufskolleg Wittgenstein aus. Weder beim Lehrpersonal noch bei den Schülern gab es nennenswerte Ausfälle. „Es fehlen nicht mehr Schüler als sonst auch. Hätte ich von der Grippewelle nicht gelesen, hätte ich sie gar nicht bemerkt.“ berichtet der Schulleiter Josef van Stephoudt.

Krankenstand sprunghaft gestiegen

Albrecht Rieger, Pressesprecher der Berleburger Schaumstoffwerke kann keine „Epidemie“ beobachten. „Lediglich in der Produktion ist der Krankenstand etwas höher als im Jahresdurchschnitt. Das kann aber auch jahreszeitlich bedingt sein.“

An allen Standorten der Ejot-Gruppe in Wittgenstein ist der Krankenstand „sprunghaft angestiegen“, wie Pressesprecher Andreas Wolf weiß. In der vergangenen Woche seien die Zahlen „mit der Grippe-Entwicklung einher“ gegangen. Auffällig, so Wolf, sei die im Vergleich längere Krankheitszeit gewesen.