Auswilderung
Wisente kommen am 3. Februar
07.01.2010 | 11:00 Uhr 2010-01-07T11:00:00+0100
Bad Berleburg. Auf diesen Moment haben Naturfreunde in der Region, aber auch weit darüber hinaus lange gewartet. Am Mittwoch, 3. Februar, sollen die ersten, für ihre spätere Auswilderung vorgesehenen Wisente in Wittgenstein eintreffen.
„Wir rechnen mit einem hohen öffentlichen Interesse an diesem Ereignis. Es werden etliche Journalisten in- und ausländischer Fernseh-, Hörfunk- und Zeitungsredaktionen dabei sein, um über die Ankunft der ersten Wisente zu berichten. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um hier einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten”, erklärt der Vorsitzende des Trägervereins Wisent-Wildnis-Wittgenstein e.V., Bürgermeister Bernd Fuhrmann.
Auch Jürgen Rüttgers wird dabei sein
Der Schirmherr für die Auswilderung der Wisente im Rothaargebirge, Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers, hat seine Teilnahme an der Ankunft der Tiere bereits zugesagt.
„Bei allem Verständnis für das enorme öffentliche Interesse, das die Wisente schon heute bei uns in Siegen-Wittgenstein, aber auch bundesweit und teilweise europaweit erzeugen, müssen wir dennoch dafür Sorge tragen, dass die Tiere im Mittelpunkt stehen. Daher kann nicht allen Naturfreunden oder Projektinteressierten ein Zugang zum Eingewöhnungsgehege ermöglicht werden”, betont Landrat Paul Breuer. „Es muss vermieden werden, dass die ersten Wisente schon bei ihrer Ankunft durch die Folgen eines zu großen Menschenauflaufs gestört werden.”
"Wisent-Nacht" im Bürgerhaus
Deshalb ist für den Abend des 3. Februar eine öffentliche „Wisent-Nacht” im Bürgerhaus Bad Berleburg vorgesehen. Auf dem Programm stehen Informationen rund um die Ankunft der Tiere, Expertengespräche und - zu fortgeschrittener Stunde - eine Wisent-Willkommens-Party. Edgar Reisinger von Taurus Naturentwicklung: „Das Natur- und Artenschutzprojekt wäre ohne die tolle Unterstützung der Menschen in der Region nicht möglich. Auch, wenn nicht jeder die Ankunft der Tiere live miterleben kann, ist und bleibt es ein Projekt, das von den Menschen hier getragen wird. Bis zur Ankunft der Tiere war es ein weiter, oft steiniger Weg. Deshalb darf man die Ankunft der Tiere auch gemeinsam feiern.”
Tiere kommen mit mehreren Transporten
Die genaue Anzahl der ersten Tiere steht noch nicht fest, da mehrere Transporte vorgesehen sind. Für einen dauerhaften Erfolg zur Arterhaltung ist es wichtig, dass die Tiere möglichst verschiedene Stammbäume haben. „Daher kommen die Wisente für das Rothaargebirge aus verschiedenen Wildparks und Zuchtstationen. Vor ihrer Auswilderung werden sie zunächst in ein ca. 80 ha großes Eingewöhnungsgehege entlassen, damit sie sich an ihr neues Umfeld gewöhnen können. Hierzu wurde in den zurückliegenden Wochen ein entsprechendes Zaunsystem errichtet”, so Johannes Röhl von der Wittgenstein-Berleburg'schen Rentkammer.
Während dieser Eingewöhnungsphase werden die Tiere von Wissenschaftlern verschiedener Universitäten genau beobachtet, damit sie anschließend wie geplant frei durch die Wittgensteiner Wälder streifen können.
14:12
@ okapi
Ganz genau, sobald die erste Rose in einem Vorgarten plattgetreten wurde werden wir den Viechern mal zeigen wann, wo, wie und warum sie hier zu leben haben ... von Menschen Gnaden ...
12:47
@1: Ist doch gut, dann bekomm ich ne neue Decke fürs Sofa. :-)
Klimaerwärmung fällt ja aus.
06:54
PAF Rüttgers sollte einen Großteil. seines Kabinetts ebenfalls auswildern, damit etwas mehr Biss in den Regierungshaufen kommt.
18:57
...und wenn dann irgendwelche Schäden durch verbiss entstehen wird die Jagd auf die Tiere freigegeben...