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Medieninteresse

„Wisent-Peepshow” beim Forsthaus Homrighausen

17.01.2010 | 14:04 Uhr

Bad Berleburg. Das internationale Medieninteresse an der Ankunft der ersten Wisente am Mittwoch, 3. Februar, ist groß. Damit die „Wisent-Peepshow” die Tiere nicht beeinträchtigt, sollen sie bei ihrer Ankunft keinen Sichtkontakt zu den Zuschauern haben.

Logistisch bis ins Detail vorbereitet wird der Transport und die Ankunft der ersten Wisente am Mittwoch, 3. Februar, im Rothaargebirge.

Über die auf Hochtouren laufenden Planungen berichteten Forstdirektor Johannes Röhl und Bürgermeister Bernd Fuhrmann. Beide betonten noch einmal ausdrücklich, dass die Ansiedlung der schwergewichtigen Vierbeiner ein in Westeuropa einzigartiges Artenschutzprojekt darstelle. Dieses Alleinstellungsmerkmal hat wohl auch dazu geführt, dass in den vergangenen Tagen die Anzahl der Anfragen von Fernseh- und Radiosendern, Illustrierten und internationalen Zeitungen erheblich in die Höhe geschnellt ist. Deshalb stellen sich die Verantwortlichen darauf ein, dass bei der Ankunft im Wald weit oberhalb des Forsthauses Homrighausen mehr 100 Zuschauer, darunter Journalisten, Sponsoren, Politiker etc., die Wisente „begrüßen” werden.

Die Tiere sollen allerdings keinen Sichtkontakt zu den geladenen Gästen haben. „Sie sollen schnellstmöglich ihre natürliche Scheu entwickeln”, erklärte Johannes Röhl. Aus diesem Grund wird ein großer Sichtschutzzaun errichtet, durch den dann fotografiert bzw. gefilmt werden kann. Eine „Wisent-Peepshow” also - allerdings nur für einen Transporter - danach wird die Öffentlichkeit „verbannt” - auch Schirmherr Jürgen Rüttgers.

Bis zu sechs Wisente

U.a. aus Harderhausen und dem Bayerischen Wald werden am 3. Februar bis zu sechs Wisente mit speziellen Tier-Transportern nach Wittgenstein gebracht, wo sie gegen 13.30 Uhr eintreffen. Später kommen weitere sechs hinzu.

Aus Sicherheitsgründen für Mensch und Tier sind einige - nicht als Wanderwege gekennzeichnete - Wege für Waldbesucher gesperrt worden. „Aber am WaldSkulpturenweg”, verriet Johannes Röhl, „gibt es eine Stelle, von der man den Futterplatz sehen kann.” Der liegt in einem kleineren Gatter, in dem die Tiere zunächst Heu, Futterrüben und Wasser finden.

Touristischer Magnet

„Modulartig”, so formulierte es Bernd Fuhrmann, werde das Projekt weiter voran getrieben. Es werde wachsen, noch in diesem Jahr um das Schaugehege, und sich entwickeln. Und sozusagen als Nebeneffekt könnte es zu einem touristischen Magneten werden, der heimischen Firmen Aufträge und Menschen Arbeitsplätze beschert.

Christoph Vetter

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