Windpark: Hut ab vor den WSW

„Windparkgeschäft mit Wuppertal geplatzt“ (Ausgabe vom 23. Januar) und „Wenn der Wind von vorne kommt“ (24. Januar). Die Wuppertaler Stadtwerke kenn ich aus meinen Berufszeiten. Ich kann den WSW nur ein kosten- und nutzenorientiertes Handeln bescheinigen. Wenn nur der Hauch Unsicherheit eines Geschäftes besteht, werden – nach gründlichen Recherchen – die Finger davongelassen. So wie es scheint, könnte das Gutachten über die Windverhältnisse nicht eindeutig gewesen sein, so dass möglicherweise die Gewinn-Erwartung in Gefahr war.


Vor solchen Entscheidungen kann man nur den Hut ziehen. Dass die finanziell klamme Juwi nun die Windkraftanlagen „wie sauer Bier“ anbietet, spricht für sich. Es sei den angeblichen Interessenten zur Vorsicht zu raten. Auch der Leiterin der Regionalplanung Arnsberg, Frau Krusat-Barnickel, würde es gut stehen, wenn sie die berechtigten Einwände der Bürgerinitiativen usw. zum Beispiel hinsichtlich Schutz von Mensch und Natur ernst nimmt und danach entscheidet.


Da selbst betroffen, sollte das Thema Schall, insbesondere Infraschall eingehend beraten werden. Hierzu gibt es aufschlussreiche Untersuchungen und Studien, die Abstände 10H fordern.Denn wer will sich schon gerne vorwerfen lassen, die Gesundheit der Bürger außer Acht zu lassen?
Zum Schluss noch die Wiedergabe einer telefonischen Aussage eines ehemalig zuständigen Mitarbeiter des Kreises: „Wenn Sie bis jetzt viele Jahre ruhig gewohnt haben, seien Sie froh. Dann kann es ja jetzt auch mal laut werden.“ Diese Einstellung kann man allen zuständigen Personen einschließlich Minister Remmel (leider) bescheinigen.
Manfred Rein, Bad Laasphe

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