Willkommen in der neuen Heimat

Bad Berleburg..  In Bad Berleburg leben derzeit viele Menschen aus den verschiedensten Teilen der Erde: Sie kamen als Flüchtlinge aus Krisengebieten wie dem Irak oder Syrien, aber auch aus einigen afrikanischen Ländern mit der Hoffnung auf ein neues und besseres Leben in Europa. In den Flüchtlingsunterkünften leben die Neuankömmlinge allerdings ziemlich anonym, ohne wirklichen Kontakt zu Berleburgern.

Die Stadtjugendpflege, die evangelischen Kirche, der Jugendförderverein und die Kulturgemeinde stellten mit „BLB bunt“ eine gelungene Veranstaltung gegen Rassismus und für Respekt und Toleranz, vor allem den Flüchtlingen gegenüber, auf die Beine. Es gab ein Bühnenprogramm und Informationsstände rund um die Flüchtlingsunterkunft und das Willkommen heißen von Ausländern auf dem Marktplatz – eine große Integrationsfeier.

Theater und Rap

Unter Integration versteht man die Aufnahme eines Ausländers in den Kulturkreis und die Gemeinschaft seiner neuen Heimat. Dieses sehr wichtige Thema behandelte auch die Siegener Theatergruppe „THEgration“, die mit Hilfe bekannter Märchen und Geschichten Integration verdeutlicht – natürlich mit vielen Gags, was bei den Zuschauern jeder Altersklasse gut ankam. Steffi Treude, Moderatorin vom Radiosender Radio Siegen, führte die Zuschauer durch den Nachmittag-

Ein weiteres Highlight war die Rapgruppe „BE der Micathlet“: Die drei Brüder stammen aus dem Libanon, kamen aber 1989 nach Deutschland, da sie in ihrer Heimat verfolgt wurden. Zuerst war die Eingewöhnung in das neue Land sehr schwierig, doch sie sahen es nicht als Rückschritt, sondern als einen Lichtblick für ein neues Leben. Ihr gesellschaftskritischer Sprechgesang sorgtet für viel Applaus.

Abgelöst wurden sie vom Johannes-Althusius-Gymnasium: Einige der Schülerinnen und Schüler stammen aus Ländern wie Polen, Litauen, China und Laos. Die erfolgreiche Integration schuf viele Freundschaften und ist aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken.

Auch die Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule beteiligte sich an der Aktion auf dem Marktplatz mit einem Gebäckstand. Sehr zur Freude der Initiatoren nahmen auch viele der Flüchtlinge das Angebot wahr, die mit einem Pendelbus von der Flüchtlingsunterkunft am Spielacker auf den Marktplatz und zurück gebracht wurden.

Bürgermeister Bernd Fuhrmann sieht diese Veranstaltung als ein „Experiment, das wunderbar gelungen und auf jeden Fall wiederholenswert ist“.

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