Wiederholungstäter verurteilt

Bad Berleburg..  Wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Straßenverkehr sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis in zwei Fällen ist ein 58-Jähriger zu einer Geldstrafe in Höhe von 3300 Euro verurteilt worden. Zudem verhängte das Amtsgericht Bad Berleburg eine Führerschein-Sperrfrist von acht Monaten gegen den Erndtebrücker.

Ende September war der Verurteilte orientierungslos am Steuer seines Pkw aufgefunden worden, der in einer Böschung im Raum Berleburg-Raumland stand. Anwohner nahmen dem nicht vorbestraften Mann die Zündschlüssel ab und alarmierten die Polizei, die ihm den Führerschein entzog. Ein späterer Test ergab einen Blutalkoholwert von knapp über zwei Promille. Zeugenaussagen zufolge hatte sich der Verurteilte nachts von einem ihm Bekannten nach Berleburg bringen lassen wollen, sei dann aber derart ausfällig geworden, dass der Bekannte den Pkw an einer Bushaltestelle unweit der Böschung abparkte und sich von seiner Lebensgefährtin wieder nach Hause bringen ließ. Der Richter und die Vertreterin der Staatsanwaltschaft kamen zu dem Schluss, dass der stark alkoholisierte 58-Jährige seinen Pkw daraufhin gesetzeswidrig bewegt haben müsse - auch wenn sein Verteidiger darauf behaarte, der Tatvorwurf des Führens eines Fahrzeugs im Sinne des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) sei ohne eindeutige Zeugenaussagen nicht haltbar. Als während der Zeugenvernehmungen unvermittelt bekannt wurde, dass der Mann am Folgetag des Vorfalls wieder ein Pkw geführt hatte, erhob die Vertreterin der Staatsanwaltschaft eine Nachtragsklage.

„Rechtsfeindliche Gesinnung“

Ein weiterer Zeuge habe vom Fahrverbot des Verurteilten gewusst, ihn den Pkw eines Verwandten führen sehen und in der Folge dessen Anzeige erstattet. Im Dezember schließlich griffen Streifenbeamte den Erndtebrücker im Rahmen einer Verkehrskontrolle ohne gültige Fahrerlaubnis auf. Bei der Polizeikontrolle fiel der Verurteilte durch widersprüchliche Aussagen auf. Zunächst nannte er einen falschen Familiennamen, dann einen Doppelnamen und dann erst seine wahre Identität. Die Staatsanwältin attestierte dem Verurteilten mit Blick auf seine Delikte im Straßenverkehr eine „rechtsfeindliche Gesinnung“.