Wenn sich der Planet Jupiter im Juni vor die Sonne schiebt

Foto: WP

Berghausen.. Seit dem zwölften Lebensjahr interessiert sich Tobias Rohn für Astronomie – nicht zu verwechseln mit Astrologie, der angeblichen Kunst des Sternendeutens. Den jetzt 33 Jahre alten Straßenwärter fasziniert vor allem das „Unerforschbare“ und „wie es auf dem Mond aussieht.“ Den kennt er ganz genau.

Rund hundert Gleichgesinnte schätzt der Berghäuser, er stammt gebürtig aus dem westfälischen Hamm, frönen in der Region dem gleichen Hobby. Mit ebenso vielen Sternenguckern rechnet Tobias Rohn auch am Mittwoch 6. Juni, wenn das erste große Highlight nach langer Zeit wieder am Firmament ansteht.

Dann schiebt sich die Venus vor die Sonne und bedeckt diese aber nur zu einem kleinen Teil, denn die Venus ist viel zu klein, um eine echte Sonnenfinsternis auszulösen. Sein Computerprogramm „Stellarium“ hat diese seltene Konstellation errechnet.

Rund 100 Gleichgesinnte

Zur so genannten „Beschattung“ erwartet der 33-Jährige wie eingangs erwähnt rund 100 Gleichgesinnte aus Wittgenstein, Sieger- und Sauerland. Mit 40 von ihnen steht er in regelmäßigen E-mailkontakt. Treffen ist an dem besagten Tag schon früh morgens gegen fünf Uhr an der Grillhütte bei Hof Teiche.

Dieser Platz ist aufgrund seiner Höhenlage ebenso gut zum Sternenschauen geeignet wie beispielsweise Stünzel oder die Lenneplätze. Trotzdem muss eine Grundvoraussetzung unbedingt erfüllt sein – um per Teleskop den ganzen Tag ins Universum zu blicken, muss die Sicht auf Erden in jedem Fall klar sein.

Dann gelingen auch echte Schnappschüsse wie der von der ISS. Aus rund 500 Kilometern Entfernung hat Tobias Rohn die Internationale Raumstation auf dem Weg ins Weltall mit seiner Spezialkamera für die Nachwelt festgehalten. Die ISS ist 100 Mal 110 Meter groß und rund 30 Meter hoch.

Fasziniert vom Mond

Auch der Mond fasziniert ihn. Auch hier kann der Hobbyastronom mit Oberflächenfotografien aufwarten. Auf einem Foto ist neben den Meeren, auch Mare genannt, sogar deutlich der so genannte Kopernikuskrater zu erkennen. Zusätzlich verfügt er über Bilder vom Mars, Saturn und vom Jupiter mit seinen vier sichtbaren Monden, 24 sind es laut Tobias Rohn insgesamt.

Interessierte sind an dem besagten Junitag an der Grillhütte und mitten in der Wittgensteiner Schweiz immer herzlich willkommen und jeder kann per Teleskop einen Blick ins Weltall und in die unendlichen Weiten riskieren.

Ob an diesem Tag aber das Wetter mitspielt, wissen bislang wohl nur die Sterne.