"Weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Verwirklichung"
26.10.2007 | 20:27 Uhr 2007-10-26T20:27:45+0200Siegen-Wittgenstein. Das Ergebnis der Verkehrswirtschaftlichen Untersuchung für die Bundesfernstraße von Kreuztal bis zum Hattenbacher Dreieck liegt vor. Das Bundesverkehrsministerium hat die positive verkehrliche Wirkung einer leistungsfähigen Ost-West-V
"Das ist ein sehr guter Tag für die Region und ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Verwirklichung der wichtigen Entwicklungsachse für das nördliche Siegerland und Wittgenstein", erklärte Landrat Paul Breuer.
Nach der verkehrswirtschaftlichen Untersuchung bringt die so genannte Süd-Nord-Variante den größten Nutzen. Sie verläuft in Siegen-Wittgenstein südlich von Kreuztal, Hilchenbach und Erndtebrück und schwenkt dann nach Norden über die hessischen Kommunen Hatzfeld und Frankenberg bis zur A 49 bei Schwalmstadt und weiter zur A 5 bei Hattenbach. Dieser Trassenverlauf entspricht dem Korridor, für den sich auch der Kreistag Siegen-Wittgenstein ausgesprochen hat.
Da die geplante durchgehende Verbindung zwischen Krombach und Hattenbach noch nicht im aktuellen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen enthalten ist, hat das Bundesverkehrsministerium den Ländern Hessen und Nordrhein-Westfalen jetzt vorgeschlagen, weitere planerische Vorüberlegungen anzustellen. Ziel sei es, das Projekt als ganzes vordringlich in den nächsten Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen 2009 aufzunehmen, so Breuer.
Die Ergebnisse des Gutachtens würden auch den Bau der Ortsumgehungen von Kreuztal, Hilchenbach und Erndtebrück zusätzlich beschleunigen. Sie stünden schon jetzt im vordringlichen Bedarfsplan und gewännen durch das verkehrswirtschaftliche Gutachten weiter an Bedeutung. Deshalb werde der Bau der Südumgehungen auch keinesfalls - wie einige behaupteten - behindert, sondern eher noch zügiger angegangen werden können.
Begrüßt werden die Ergebnisse der Untersuchung auch von der Hessischen Landesregierung: "Eine durchgehende leistungsfähige Bundesfernstraße in der Region ist für uns sowohl aus wirtschafts- als auch aus verkehrspolitischen Gründen eine wichtiges Projekt", so der Hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel. Er habe daher die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung gebeten, die weiter erforderlichen Schritte mit dem Land Nordrhein-Westfalen abzustimmen und einen Zeitplan für das weitere planerische Vorgehen auszuarbeiten. Dies gelte besonders hinsichtlich der umfangreichen naturschutzfachlichen Untersuchungen.
Mit der verkehrswirtschaftlichen Untersuchung war direkt nach der Vorstellung der Machbarkeitsstudie zur Bundesfernstraße Ende Mai 2007 begonnen worden. Die Machbarkeitsstudie hatten Breuer und das Hessische Verkehrsministerium im Herbst 2005 in Auftrag gegeben. Später schlossen sich auch die NRW-Landesregierung, der Kreis Olpe sowie die Industrie- und Handelskammer Siegen der Initiative an.
Am Dienstag, 6. November, wird der Arbeitskreis zur Bundesfernstraße zu einer Sitzung in Siegen zusammen kommen. Dem Arbeitskreis gehören Vertreter der Landesregierungen von NRW und Hessen an. Auf der Tagung sollen die Ergebnisse des verkehrswirtschaftlichen Gutachtens und die weiteren Schritte beraten werden.
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