Warten auf den „grünen Stempel“ bald beendet?

Der General Manager Manfred Perrone (rechts) und Architekt Ludwig Althaus sind zuversichtlich, dass im Gespräch mit der Kreisbaubehörde alle Unstimmigkeiten bereinigt werden. „Wir sind sehr guter Dinge" sagt der Architekt.
Der General Manager Manfred Perrone (rechts) und Architekt Ludwig Althaus sind zuversichtlich, dass im Gespräch mit der Kreisbaubehörde alle Unstimmigkeiten bereinigt werden. „Wir sind sehr guter Dinge" sagt der Architekt.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Manfred Perrone, General Manager der Emmaburg Immobilien GmbH in Bad Laasphe, setzt nun auf Fachgespräch mit der Baubehörde und hofft, dass die Bauarbeiten im April genehmigt werden.

Bad Laasphe..  Das Warten auf die Baugenehmigung für den Fortgang des geplanten Pflegeheimes auf dem Terrain der Emmaburg Immobilien GmbH könnte in wenigen Tagen beendet sein. „Aufgrund der Berichterstattung in der Presse hat es Resonanz gegeben, die uns sehr ermutigt.“ das sagt Manfred Perrone, Geschäftsführer der GmbH, der gemeinsam mit seinem Architekten Ludwig Althaus (Marburg) davon ausgeht, dass der „grüne Stempel“ auf dem Antrag im April gesetzt wird. Unsere Zeitung hatte am Dienstag exklusiv über die Enttäuschen und Empörung der Geschäftsführung berichtet, weil sie schon längst mit notwendigen Baumaßnahmen starten wollten.

In der kommenden Woche soll ein Gespräch mit den Verantwortlichen in der Baubehörde im Siegener Kreishaus offene Fragen klären. Zum Beispiel möchte Manfred Perrone wissen, warum der Kreis den Eingang des Bauantrages für den 18. Februar terminiert, obwohl seine Frau und Geschäftsführerin, Irina Perrone, gemeinsam mit der damaligen Architektin Claudia Hengst sowie Angela Crusius, als Assistentin der Geschäftsleitung, den Antrag nachweislich bereits am 28. Januar an Sachbearbeiter Benno Vitt im Kreishaus abgegeben haben. Der habe mitgeteilt, der zunächst 14 Tage in Urlaub und danach an den Antrag gehen wolle.

„Wir wollen keinen Kleinkrieg“

Kann es sein, dass Vitt den Eingangsstempel erst nach seinem Urlaub auf den Antrag gedrückt hat? Auch dass wollen die Perrones wissen. Aber sie wollen „nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen“, sagt Manager Manfred Perrone. „Wir wollen nichts eskalieren lassen und keinen Kleinkrieg mit den Behörden anzetteln.“

Er unterstreicht, dass „wir als Geschäftsführung kaufmännisch denken müssen; denn jeder verstrichene Tag kostet Geld. Je eher wir den Stempel bekommen, desto günstiger ist das für uns,“ so Perrone. Das ergänzt seine eher ungeduldige Gattin: „Wir wissen, dass es seine Zeit braucht, aber die läuft für uns langsam ab.“

Kompetenzteam ist aktiv

Architekt Ludwig Althaus blickt nach vorn anstatt zurück. Er geht gelassen in „ein fachlich intensives Gespräch“ beim Kreis. Er kann das von einem Kompetenzteam erarbeitete Konzept für das Unternehmen Emmaburg erläutern, kann fachliche Fragen beantworten und versteht auch, wenn noch Unterlagen nachgereicht werden müssten. Althaus: „Insbesondere das Brandschutz-Konzept ist eine diffizile Geschichte; aber wir sind auf einem guten Weg.“

Und wie kann der von Irina Perrone in unserer Zeitung gescholtene Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann helfen? „Ich habe dass Gefühl, dass er uns positiv begleiten will“, versichert Manfred Perrone, „Das kann er mit Werbung für uns und seine Stadt tun, wenn unser betrieb läuft.“ Das Pflegeheim mit 55 Plätzen im ehemaligen „Haus am Park“ soll erst der Anfang sein. Pläne für die Nutzung der ehemaligen Kurklinik und des „Bettenhauses“ liegen schon in der Schublade und gehen demnächst bestimmt früh genug an die Baubehörde raus.