Vorsitz-Nachfolge
16.01.2012 | 15:22 Uhr 2012-01-16T15:22:00+0100
Aue-Wingeshausen. (cs)Für den MGV „Eintracht“ Aue-Wingeshausen gingen in der Saison 2011 Wünsche in Erfüllung. Hatte der Chor doch bereits in den Jahren 2001 und 2006 schon auf der musikalischen Erfolgsleiter ganz oben gestanden, so konnten die 36 Sänger auch im vergangenen Jahr den Titel Meisterchor des Chorverbandes Nordrhein-Westfalen erlangen.
Nach vielen, schier endlosen Probenstunden, sogar mit Intensiv-Wochenende, sollte dies für den Chor auch ein Leichtes sein. Und die Bewertung der Jury in Olpe erfüllte die kühnsten Träume - viermal die Note „sehr gut“ ist unübertrefflich.
Bei einem Wettstreit in der Abtei Rommersdorf und während eines Beratungssingens mit Prof. Michael Schmoll in Langenei stellten die Sänger ihre enormen Leistungen abermals unter Beweis. Und da liegt dem Chor mit seinem Dirigenten Gerhard Hennecke nichts anderes näher, als in 2012 an diese Erfolge anzuknüpfen. Die Teilnahme am Chorwettbewerb des MGV Birkefehl am 29. April gibt die Möglichkeit, dahingehend Weichen zu stellen.
Schwierige Nachfolge
Wermutstropfen der schon gewohnt außergewöhnlichen Chorleistungen sind nun im Vorstand organisatorische Belange. Nach zehn Jahren seiner Tätigkeit als Vorsitzender hat Rainer Mertes seinen Hut genommen, möchte aber als Berater in schwierigen Fragen stets an der Seite des Vorstandes arbeiten. Die Nachfolge gestaltete sich sehr schwierig, womit der Vorsitz zunächst vakant bleibt und von der Vorstandsgemeinschaft getragen wird. Vorstandsmitglied Karsten Treude appellierte während der Hauptversammlung an die Anwesenden, sich trotz dieser Gemeinschaftslösung, um eine Einzelperson im Vorsitz zu bemühen.
Im Vorfeld dankte Rainer Mertes für das stete Engagement aller, dabei stellte er die Sänger-Ehefrauen, die fortwährend die Tätigkeiten ihrer Männer mit getragen haben und nicht unerheblich an deren Erfolg beteiligt sind, in ein besonderes Licht. Sie stärkten den Stimmen bei den 48 Proben übers Jahr und insgesamt 23 öffentlichen Auftritten enorm den Rücken. Für seine Vorsitzarbeit erhielt Rainer Mertes nebst Ehefrau Anne ein Dankespräsent.
Auch hier, wie in anderen Wittgensteiner Vereinen und Chören, ist Nachwuchsmangel eine bittere Pille. Der Altersdurchschnitt der aktiven Stimmen mit 63 Jahren ist mehr als bedenklich. Dringender Handlungsbedarf liegt auf der Hand.
Jubilare
Dass Singen nicht nur ein schönes Hobby ist, sondern auch einen gewissen Grad an Lebenserfüllung darstellt, legen die langjährigen Mitgliedschaften einiger Sänger dar. Für 65 Jahre Sangesaktivität wurden Heinz Schneider, Paul Schneider, Herbert Fischer und Fritz Nölling geehrt. 60 Jahre dabei ist Fritz Heinrich Ho, Artur Stremmel und Günter Meister. Auf 50 Jahre blicken Edelbert Beuter, Heinz Feige, Werner Hof und Leo Kuffener zurück. Für 40 Jahre ehrte der Vorstand Friedhelm Beuter, Heinrich Daum, Horst Dellori, Werner Imhof, Georg Kroh, Horst Schulz, Herbert Stremmel und Günter Treude. Ute Zacharias und Achim Berkhahn werden seit 25 Jahren als Vereinsmitglieder geführt.
Vorstandswahlen
Der offizielle Teil des Abends wurde mit Wahlen im Vorstand besiegelt. Gerhard Spies ist zweiter Kassierer. Daniel Knebel bekleidet weiterhin das Amt des Schriftführers und Burkhard Fischer bleibt zweiter Notenwart. Kassenprüfer ist fortan Edelbert Beuter. Die Stimmensprecher des Chores bleiben Roland Boshof, Uwe Fischer, Paul Strackbein und Helmut Stenger.
Aus den Händen von Wingeshausens Ortsvorsteher Karl-Heinrich Sonneborn erhielten sowohl der MGV Aue-Wingeshausen als auch der gemischte Chor Wingeshausen jeweils Schecks in Höhe von 589,50 Euro, die aus einer Altpapier-Sammelaktion der örtlichen SPD resultierten.
Zudem bat der Vorstand die Mitgliedergemeinschaft künftig Wünsche nach Geburtstagständchen selbst an den Chor heranzutragen.
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