Vorbereitung für den Umzug

Die für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrten Mitglieder werden nur noch kurze Zeit die Exponate in den Räumlichkeiten des „Hof Espe“ sehen.
Die für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrten Mitglieder werden nur noch kurze Zeit die Exponate in den Räumlichkeiten des „Hof Espe“ sehen.
Foto: WP

Bad Berleburg.  . Auch wenn man noch nicht über das kommende Jahr spekulieren sollte, bei einem kann man sich sicher sein: Der Heimatverein für Landwirtschaft und Brauchtum wird seine Exponate der vergangenen Jahrhunderte nicht mehr im „Hof Espe“ ausstellen. Ab 2016 werden diese im Neubau nahe dem Berleburger Kriegerplatz der Kyffhäuser Kameradschaft zu sehen sein. Am Sonntag fand somit die letzte Jahreshauptversammlung des Vereins im Museum „Hof Espe“ statt, bei der der Neubau der Museum-Halle am Sengelsberg im Vordergrund stand.

Rückblick auf Aktivitäten

Doch zunächst blickte der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Klaus Daum auf das vergangene Jahr zurück. Bei der Messe „Wir in Wittgenstein“ am 30. und 31. März im Industriegebiet Schameder präsentierte sich der Heimatverein für Landwirtschaft und Brauchtum Bad Berleburg zusammen mit dem Heimatverein Beddelhausen. Beim Wollmarkt am ersten Maiwochenende wurden die Besucher mit heimischen Delikatessen an den Stand des Heimatvereins angelockt. Im Rahmen der Bad Berleburger Ferienspiele wurd Kindern gezeigt, wie sich ihre Altersgenossen vor mehr als hundert Jahren mit Spielen, die heute fast in Vergessenheit geraten sind, die Zeit vertrieben haben. Noch einmal „historisch geschlachtet“ wurde bei der 1. Bad Berleburger Museumsnacht, bei den Besuchern war die „Museumswurst“ der Renner.

Bald auf 1000 Quadratmetern

In diesem Jahr stehen nicht die verschiedenen Festivitäten im Vordergrund, sondern der Neubau des „Museums am Rothaarstetig“: Anders als auf Hof Espe soll es neben der Dauerausstellung auch themenbezogene Sonderausstellungen geben, die Stammgäste und neue Besucher anlocken sollen. Im vergangenen Jahr besuchten nur rund 300 Personen das Heimatmuseum.

Die 1000 Quadratmeter große Halle soll neben den Ausstellungsräumen auch über eine größere Küche, einen Medienraum sowie eine große Terrasse verfügen. Die Halle könne auch als zu vermietender Veranstaltungsraum dienen und so das Projekt im Nachhinein finanzieren. Bereits jetzt wurde von außerhalb für ein Konzert in diesem April angefragt, Klaus Daum musste allerdings ablehnen – das Museum steht ja noch nicht.

Halle in Einzelteilen

Der Grundstein wurde jedoch bereits Ende Mai 2014 gelegt, als mit dem Abbau der Fabrikhalle der Firma Dekor begonnen wurde. Schritt für Schritt wurde das Gebäude mit einigen freiwilligen Helfern aus den Vereinsreihen abgebaut. Zwischengelagert werden die Einzelteile momentan an der Windbrache. Abgesehen von der Abholzung einzelner Büsche und Bäume ist auf dem Gelände am Sengelsberg noch nicht viel passiert, da man noch auf die Änderung des Flächennutzungsplans wartet. Das Brandschutzkonzept ist bereits als vollkommen ausreichend bewertet worden.

Vertrag bis 31. Dezember

Finanziert wird das Projekt nicht nur durch Spendengelder und Einnahmen aus Festen, auch bei der „NRW-Stiftung“ wurde ein Förderantrag gestellt. Gelder sind zwar noch nicht geflossen, allerdings erhielt der Verein schon viel positives Feedback. Sollte das Gebäude nicht bis zum Ende diesen Jahres stehen, werden die Exponate zwischengelagert, denn der Mietvertrag läuft am 31. Dezember aus. Bis dahin werden die einzelnen Museumsstücke aufgenommen, mittels einer Software katalogisiert und schließlich verpackt. Hierbei ist der Firma Obermeier zu danken, die für den späteren Transport schon zahlreiche Paletten zur Verfügung gestellt hat.

Auch wenn dieses Jahr mit viel Arbeit in Sachen Umzug verbunden sein wird, wird der Heimatverein für Landwirtschaft und Brauchtum wieder auf zahlreichen Feierlichkeiten vertreten sein. Am 3. Oktober, zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung, plant der Heimatverein eine Festveranstaltung auf dem Marktplatz, im Bürgerhaus soll dazu die Philharmonie Südwestfalen spielen.