Von Westfalen ins Rheinland gewechselt

Zum Abschied und zum Dank bekam Stefan Turk von den Presbytern Peter Roth, Katja Krafft und Andreas Roth (von links) einige Geschenke.
Zum Abschied und zum Dank bekam Stefan Turk von den Presbytern Peter Roth, Katja Krafft und Andreas Roth (von links) einige Geschenke.
Foto: WP

Erndtebrück..  Rund 200 Besucher waren am Sonntagmorgen in der Evangelischen Kirche Erndtebrück. Vielen Menschen war es offenkundig wichtig, bei diesem offiziellen Verabschiedungs-Gottesdienst Stefan Turk alles Gute für die Zukunft zu wünschen und Dank zu sagen. Nach knapp fünf Jahren in der Edergemeinde wechselt der 52-Jährige nicht nur die Gemeinde, sondern auch die Landeskirche. Ab April arbeitet der Westfale Stefan Turk als Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Birnbach im Westerwald und im Kirchenkreis Altenkirchen – und damit in der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Persönliche Worte

Im Gottesdienst selbst mit einer Taufe und am Beginn der Karwoche wurde der bevorstehende Weggang nur am Rande und in Nebensätzen gestreift, bevor am Ende Stefan Berk als Wittgensteiner Superintendent seinen Erndtebrücker Kollegen offiziell aus dem Dienst verabschiedete. Doch nach dem Gottesdienst, den Esther Graf an der Orgel musikalisch gestaltete, waren es dann viele, die sich zu Wort meldeten und in feierlichen Abschiedsworten bei Stefan Turk bedankten.

Vorneweg Katja Krafft, Andreas Roth und Peter Roth für das Presbyterium, dann aber auch Andrea Bäcker, Sabine Menn und Anja Messerschmidt für die Kindergottesdienste in Schameder, Erndtebrück und Benfe, Pfarrerin Kerstin Grünert, die als Synodalvikarin in der Kirchengemeinde mitarbeitet, Karl-Ludwig Wiesel für die Landeskirchlichen Gemeinschaften Erndtebrück und Balde, Laasphes Pfarrer Steffen Post und der Feudinger Hartwig Hahlweg für den kreiskirchlichen Ausschuss für Missionarische Dienste, die Pfarrer Simone Conrad, Thomas Janetzki, Berit Nolting und Dr. Dirk Spornhauer aus der gut zusammenarbeitenden Erndtebrücker Kirchenkreis-Region. Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit waren dabei die Schlüsselworte, die immer wieder fielen. Eingeschlossen in den Dank und die guten Wünsche waren auch Stefan Turks Ehefrau Ricarda Turk-Jätschmann und deren Sohn Jonas.

Viele Gespräche

Und danach gab es noch ganz viele persönliche Gespräche im kleinen Rahmen. Während die einen Gäste in der Kirche Suppe löffelten, stellten sich die anderen an, um sich Auge in Auge von Stefan Turk oder auch der Familie Turk zu verabschieden. Dann wechselten die Besuchergruppen die Rollen. So wurden die Gäste satt, während Stefan Turk im Verabschiedungs-Marathon die ganze Zeit alle Hände voll zu tun hatte.

Vielen fiel der Abschied schwer, aber einer Gruppe ganz besonders. Eine Handvoll Jugendliche – Teamer, die sich vornehmlich ehrenamtlich in der Gemeindearbeit engagieren – ließen ihren Gefühlen freien Lauf und dabei flossen auch ein paar Tränen. Augenfällig zudem, dass neben Menschen aus ganz anderen Wittgensteiner Kirchengemeinden zahlreiche Pfarrer bei der Verabschiedung des Kollegen in Erndtebrück waren, aus anderen Gemeinden, aber mit Diakoniepfarrerin Stephanie Eyter-Teuchert auch aus Funktionspfarrstellen.

Am Ende war es eine gelungene Veranstaltung. Und trotz allen Abschiedsschmerzes ist Stefan Turk ja in der zweiten April-Hälfte noch zweimal für Konfirmationen in Erndtebrück.