Von Mehrheit verstanden

Appell an die Menschlichkeit (Ausgabe vom 18. April)..  Dem in seinem Leserbrief-Beitrag „Appell an die Menschlichkeit“ in dieser Zeitung in polemischer Weise vorgebrachten Angriff des Herrn Dr. Finkernagel gegen meine Person muss ich entschieden entgegentreten.


Die Attacke geht an dem von mir angesprochenen Thema völlig vorbei. Ich hatte die aus einem Zeitungsbeitrag entnehmbare Tatsache kritisiert, dass zwei als politisch neutral anzusehende städtische Organisationen, „Stadtjugendpflege“ und „Jugendförderverein“, mit der das Flüchtlingsproblem beurteilenden Parole „bei uns in Bad Berleburg ist jeder willkommen“ identifiziert wurden, was ich „als ziemlich genau der rot-grünen Parteiideologie“ entsprechend gekennzeichnet hatte; und ich hatte unterstrichen, dass beide als politisch neutral anzusehende Organisationen immerhin von der Stadt Bad Berleburg mit geldwerten Leistungen unterstützt und von der Sparkasse Wittgenstein mit Spenden bedacht werden, wobei es sich um öffentliche Gelder handelt.


In meinem Beitrag war mit keinem Wort die Rede von der Asylbewer-berunterkunft. Weiterhin hatte ich festgestellt, was Dr. Finkernagel offensichtlich nicht zur Kenntnis nehmen wollte, dass „selbstverständlich die Vorgaben des Grundgesetzes zur Asylfrage beachtet werdenmüssen“. Mehr geht nicht an Sachlichkeit.


Der Grund für die persönlich und emotional gehaltene Anfeindung gegen meine Person, die er in Verbindung mit „Fremdenfeindlichkeit“ und „Besen, die vor 70 Jahren kehrten“ brachte, liegt aber offensichtlich wo anders: Meine Feststellung, dass beide Organisationen mit „der rot-grünen Parteiideologie“ in Verbindung gebracht werden sollen, hat Herrn Dr. Finkernagel in seiner Funktion als Vorstandsmitglied in der Ortsgruppe Wittgenstein der Partei „Die LINKE“ herausgefordert.


Da kann sich jeder seinen Reim drauf machen. Ich persönlich weiß mich mit meinem angegriffenen Beitrag jedoch von der Mehrheit der heimischen Bevölkerung verstanden.
Hubert Bald,
Bad Berleburg