Volle Belegung, wenn der Fluchtweg fertig ist

Bad Berleburg..  Die Flüchtlingsunterkunft in Bad Berleburg braucht einen zweiten Fluchtweg für die Bewohner. Für diese geplante Baumaßnahme am Nebentrakt der ehemaligen Klinik sei die Statik inzwischen berechnet; der Bauantrag werde in Kürze auf den Weg gebracht. Das berichtete Jürgen Hecker vom DRK-Landesverband beim Pressegespräch, das sich regelmäßig den Versammlungen des „Runder Tisch“ in Bad Berleburg anschließt.

Weil dieser Fluchtweg bislang fehlt, hat das Regierungspräsidium Arnsberg die maximale Belegung des Hauses auf 300 Menschen festgesetzt. Später soll eine Belegung bis 500 Personen ermöglicht werden. Das geht dann einher mit der Umwandlung der „Notunterkunft“ in eine Erstaufnahme-Einrichtung „neuen Typs“, wie sie Landrat Andreas Müller auch für Burbach favorisiert. Nach Angaben von Bürgermeister Bernd Fuhrmann werden dann am Standort Bad Berleburg ebenso in Burbach jeweils etwa 50 Arbeitsplätze entstehen. „Und das auf längere Sicht“, sagte Fuhrmann.

Blindenheim als Standort im Gespräch

Die Option der Ansiedlung von 30 Beschäftigen für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie 20 für die Zentrale Ausländerbehörde gelte für zehn Jahre, so der Bürgermeister. Wo der genaue Standort der Büros im Stadtgebiet sein werde, steht nach Angaben Fuhrmanns nicht fest; aber soviel verriet er: „Es gibt ja Leerstände, die geeignet sein könnten.“ Spekulationen darüber, die ehemalige Suchtklinik am Breidenbach („Blindenheim“) könne als Standort infrage kommen, ließ Bernd Fuhrmann unkommentiert. Geplant sind die Einrichtungen ab dem 1. Mai; bis dahin müssen politische Gremien des Kreises der Übernahme der Trägerschaft beider Einrichtungen zustimmen.

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