Volksbank Wittgenstein mit soliden Zahlen

Der Volksbankvorstand Kerstin Lauber und Kai Wunderlich.
Der Volksbankvorstand Kerstin Lauber und Kai Wunderlich.
Foto: WP

Wittgenstein..  Die Volksbank Wittgenstein steht auf einem soliden Fundament. Das bestätigt ein Zahlenwerk für das Geschäftsjahr 2014, das der junge Vorstand mit Kerstin Lauber und Kai Wunderlich am Freitag in der Bilanzpressekonferenz vorstellte. Die Bilanzsumme der Bank bewegt sich mit 171 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Sie ist um eine Million gewachsen. Gleichzeitig habe auch die Zahl der Neukunden und der geführten Konten zugenommen. Die Zahl der Volksbank-Mitglieder ist stabil. Mit 6251 Genossenschaftlern bewegt sie sich auf Vorjahresniveau.

Kreditvolumen wächst um 20,5 Mio.

Deutlicher fiel das Plus beim Kunden-Gesamtvolumen aus. Es stieg um 4 auf 338 Millionen Euro. Hinter dieser Zahl verbergen sich neben den Bankgeschäften auch die Zahlen der Verbundpartner aus dem Versicherungs-, Wertpapier- oder Bausparzweig der Genossenschaftsbank, die direkt den Kunden der Wittgensteiner Bank zugerechnet werden können. Laut Kerstin Lauber ist die Entwicklung hier „sehr positiv gelaufen“.

Zurück zum Kerngeschäft: Das Kreditvolumen der Volksbank Wittgenstein ist mit 83 Millionen Euro ebenfalls deutlich gewachsen. Immerhin 20,5 Millionen Euro sind neue Ausleihen. Fast die Hälfte, insgesamt 9,5 Millionen Euro, entfallen dabei auf Immobilienkäufe, Wohnungsbau oder -modernisierungen.

Das Einlagegeschäft ist allerdings nur um rund 400 000 Euro auf insgesamt 145,1 Millionen Euro gewachsen. Hier spiegelt sich laut Lauber und Wunderlich auch der derzeit niedrige Leitzins wider. Der führe dazu, dass sogar das gute alte Sparbuch wieder an Attraktivität gewinnt. Generell lasse sich aber absehen, dass die niedrigen Sparzinsen den Konsum anheizen. Die Wittgensteiner investieren ihr Geld beispielsweise in Häuser oder aber lösen mit fälligen Sparverträgen alte und teils höher verzinste Kredite vorzeitig ab. Der Leitzins lässt die Bereitschaft zum Sparen etwas abnehmen. Selbst Lebensversicherer klagten über Probleme am Anlagemarkt, weil die Europäische Zentralbank (EZB) viele Papiere aufkaufe.

Die Volksbank ist aber nicht nur im direkten Geldgeschäft unterwegs. Mit der sehr erfolgreich verlaufenen dritten Auflage der Messe „Wir in Wittgenstein“, zu der 150 Aussteller und 15 000 Besucher nach Schameder kamen, hat das im heimischen Raum verwurzelte Geldinstitut erneut Handel, Handwerk und Gewerbe ein großes Forum geboten, wie Kai Wunderlich erläuterte.

Existenzgründer beraten

Darüber hinaus erstreckt sich das Engagement der Genossenschaftler auch im Bereich Firmengründer. Die gemeinsam mit Handwerkskammer, IHK und Wirtschaftsjunioren initiierte Beratungsinitiative Renex hat 20 Gründungen begleitet, durch die 41 neue Arbeitsplätze entstanden sind. Allerdings wurden auch drei Vorhaben nicht begleitet, weil man, so Wunderlich, auch eine Verpflichtung habe, seine Klienten vor Fehlentscheidungen zu bewahren.

Bewahren wollen die Volksbanker auch ihre Onlinekunden. Zum Beispiel vor dem Abfischen sensibler Kontodaten. Deshalb bieten die Wittgensteiner einen „Airbag für den Browser“ an. Übersetzt heißt das, beim Homebanking können Kunden auf eine besonders gesicherte Leitung zurückgreifen.

Zahl des Tages

35 000 Euro hat die Volksbank Wittgenstein im Jahr 2014 an das Deutsche Rote Kreuz, die Freiwilligen Feuerwehren und das Technische Hilfswerk in Wittgenstein gespendet. Dafür verzichtet die Volksbank auf Weihnachgeschenke an Mitarbeiter und Kunden.