Vivat für den heimlichen Oberkaiser

Bad Laasphe..  Wilhelm Meier ist bekannt wie ein gelber Hund im Ländchen. Das Laaspher Urgestein mit Feudinger Wurzeln feiert am morgigen Sonntag seinen 80. Geburtstag. An ihm ist „kein Vergang“, wie man in Wittgenstein sagt. Er ist körperlich und geistig fit und hat in den vergangenen Jahren sein etwas verschüttetes Hobby wieder entdeckt: das Zaubern. Mit seinem unnachahmlichen Charme und seiner ansteckenden guten Laune ist er auf Zaubertouren gewesen und hat zahlreiche Menschen mit seinen Tricks erfreut.

Der Laaspher Lebenskünstler hat eine Ausbildung als Kaufmann mit Schwerpunkt Mineralöl und Autobedarfshandel genossen. Doch Wilhelm Meier trieb es in die Selbstständigkeit. Zunächst als Leiter eines Fäkalien-Unternehmens mit seinem Saugwagen. Damals fing er sich den Spitznamen „Schei**e-Meier“ ein. Das hat ihn aber nie wirklich gestört. Legendär war seine Tankstelle von 1961 bis 1968 an der Bahnhofstraße. Sie war viel mehr als eine Tankstelle, sondern ein Treff, neudeutsch Kommunikationspunkt.

In den 70er Jahren zog es Meier in die Ferne. Er ging nach München, arbeitete bei der Firma Knorr-Bremse und entdeckte dann seine Talent als Obst- und Gemüseverkäufer. Er eröffnete einen Stand auf dem Viktualienmarkt und am Starnberger See. Prominente wie Johannes Heesters, Horst Tappert, Hans Stuck und Georg Thomalla waren seine Kunden. Er kam in den 1980er Jahren wieder in seine Heimat und verkaufte auch hier Obst, Gemüse und Salat. Nebenbei betrieb und betreibt er einen schwungvollen Christbaumhandel.

Dem Laaspher Schützenverein ist er von jüngster Kindheit eng verbunden: Er war bereits zweimal König und eigentlich ist er der heimliche „Oberkaiser“ des Vereins.

Rückschläge hat er in seinem Leben gemeistert, dabei immer seinen Optimismus behalten. Die Wittgensteiner Heimatzeitung schließt sich allen Gratulanten mit den besten Geburtstagswünschen gern an.!