Vetternwirtschaft

„Das ist eher was für einen langen Winterabend“, habe ich mir im Sommer gedacht, als mir alte Unterlagen über den Werdegang der Familie Vetter in Wittgenstein in die Hände gefallen waren. Aus dem Winterabend ist ein langes Wochenende geworden, das ich nun mit einem Teil meiner Vorfahren verbracht habe – auf geistiger Ebene natürlich. Ursprünglich aus der Schweiz stammend sind die Vetterlis Mitte des 16. Jahrhunderts gen Norden gezogen. Nicht wenigen war das Rothaargebirge vielleicht zu steil; denn sie gingen in „Fürstliche Dienste“, wie es bei Johann Peter (* 1665) oder Johannes (*1694) im Stammbaum erwähnt wird. Dem kann ich entnehmen, dass mein Ahne Ludowic im Jahr 1753 Pächter der Domäne Saßmannshausen war, wo er mit seiner Frau Phillipina (geborene Hoffmann) lebte. Eine konkrete Linie der Wittgensteiner Vetters zu mir habe ich bis jetzt noch nicht herstellen können. Das liegt daran, dass meine direkten Vorfahren den Rothaarkamm überwunden und mich damit zu einem „Zugelöfenen“ gemacht haben.