Unberührte Natur und eine aktive Gastronomie

Jörg Sonneborn (Dorfgemeinschaftsverein Aue-Wingeshausen) kann den weitgehend naturbelassenen Wisentpfad nur empfehlen.
Jörg Sonneborn (Dorfgemeinschaftsverein Aue-Wingeshausen) kann den weitgehend naturbelassenen Wisentpfad nur empfehlen.
Foto: WP

1 Ein Projekt des Dorfvereins Aue-Wingeshausen ist der Wisentpfad – bei Wanderer längst kein Geheimtipp mehr. Woher kommt die Beliebtheit?

Wie der Name sagt: Teilweise werden die Wanderer über schmale Pfade durch nahezu unberührte Natur geführt. Das wollen unsere Gäste haben; aber das gefällt natürlich auch den Einheimischen. Mit den vier Stationen der geschnitzten Wisente, der informellen Wanderkarte und dem Insektenhotel konnten wir schon in kurzer Zeit eine enorme Attraktivitätssteigerung erzielen.

2 Sieht man also jetzt mehr Touristen im Doppeldorf?

Auf jeden Fall. Es sind spürbar mehr Wanderer im Ort. Außerdem kooperieren wir ja eng mit dem Rothaarsteigverein. Von dort wissen wir, dass viele Touristen unsere Rothaarsteigspur Wisentpfad sehr häufig als eine der schönsten Touren nennen. Im Ranking liegen wir da mit an der Spitze.

3 Liegt das an der Wisent-Wildnis, die ja bekanntlich an der Wanderstrecke zum Besuch der Tiere einlädt?

Nicht die Wildnis allein macht den Wisentpfad attraktiv. Wir können ordentlich punkten, weil direkt am Eingang zum Gehege eine neue Wander- und Informationskarte steht. Sie zeigt den Streckenverlauf und nennt alle gastronomischen Betriebe, die in der Nähe liegen. Mindestens einer von denen hat immer geöffnet. Das bedeutet, die Leute haben unterwegs im günstigen Fall sieben Einkehrmöglichkeiten. Das macht denen Spaß, und wir wissen, dieses Angebot wird auch genutzt.