Umlage steigt – doch der Kreis zahlt weniger

Wittgenstein..  Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist der einzige der 27 Mitgliedskreise und -großstädte im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der für das laufende Jahr weniger Landschaftsumlage abführen muss als im Vorjahr – und das, obwohl die Landschaftsversammlung die Umlage jetzt um 0,2 Prozent erhöht hat. Damit bleiben dem aktuellen Kreis-Haushalt rund 544 000 Euro erhalten – und die Schuldenlast sinkt. Diese Entlastung wiederum könnte am Ende auch den Wittgen­steiner Kommunen zugute kommen – über die Kreisumlage.

„Dass der Kreis im laufenden Jahr absolut weniger an den LWL zahlen muss, liegt daran, dass sich die Umlage-Grundlagen für das Jahr 2015 gegenüber dem Jahr 2014 verringert haben“, erläutert Kreis-Pressesprecher Torsten Manges. Grundlagen sind unter anderem
die Steuerkraft der Städte, Gemeinden und des Kreises aus Gewerbesteuer, Grundsteuer A und B sowie aus den Gemeinde-Anteilen an der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer sowie
Schlüsselzuweisungen, die Städte, Gemeinden und der Kreis vom Land erhalten.

Grund: Veränderte Bemessungsbasis

Auf dieser Basis hat das Land Nordrhein-Westfalen für den Kreis Siegen-Wittgenstein die Umlage-Grundlagen zur Berechnung der Landschaftsumlage für 2015 mit 386 746 454 Euro etwas niedriger festgesetzt als für 2014 mit 394 826 901 Euro. Folge: „Diese niedrigere Bemessungsgrundlage führt dazu, dass der Kreis Siegen-Wittgenstein 2015 trotz steigenden Hebesatzes um 0,2 Prozentpunkte absolut weniger Landschaftsumlage zahlen muss als 2014“, so Manges.

Im Gesamthaushalt des Kreises macht die Landschaftsumlage übrigens auf der Ausgaben-Seite Jahr für Jahr einen Anteil von ungefähr 20 Prozent aus. 2015 ist es eine Summe von rund 63,8 Millionen Euro, vor allem für Sozialleistungen.