Umbau Abenteuerdorf: Jetzt sind die Helfer gefragt

Info-Abend im Abenteuerdorf: Rund 40 Zuhörer hatten sich eingefunden. Und viele von ihnen wollen gerne als Helfer für die Eigenleistungen dabei sein.
Info-Abend im Abenteuerdorf: Rund 40 Zuhörer hatten sich eingefunden. Und viele von ihnen wollen gerne als Helfer für die Eigenleistungen dabei sein.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Kirchenkreis Wittgenstein als Träger des früheren Freizeitzentrums in Wemlighausen, das nun umgebaut werden soll, will Eigenleistung im Wert von 125 000 Euro ins Projekt stecken. Viele potenzielle Helfer informierten sich am Mittwochabend erst einmal über die Details der Bauplanung.

Wemlighausen..  Wer kann gut schreinern? Einen Graben für Fernwärme-Rohre ziehen? Wände einreißen? Fliesen legen? Alles Aufgaben, die schon in Kürze beim Umbau des Abenteuerdorfes Wittgenstein in Wemlighausen gefragt sind. Und viele Zuhörer des Info-Abends am Mittwoch vor Ort rund um die Details der Bauarbeiten trugen sich gerne schon einmal in die ausliegenden Listen ein.

Überhaupt: „Da gibt es eine Fülle von Aufgaben“, sagt Bauingenieur Martin Gerhardt aus Bad Laasphe, der zunächst ausführlich die Pläne erläutert. Wer Trockenbau-Wände einziehen, ein Ass beim Wände streichen ist oder für Tiefbau-Arbeiten mit Traktor samt Hänger umgehen kann, sei natürlich ebenfalls gefragt. Eigenleistungen im Gesamtwert von rund 125 000 Euro soll auf diese Weise erbracht werden. Insgesamt sind die Kosten für dem Umbau mit rund 1,75 Millionen Euro veranschlagt.

Die beiden wohl umfangreichsten Arbeiten: Anbauten für zwei Gebäude auf dem Gelände.
So wird das Haupthaus im Untergeschoss um einen etwas kleineren Speiseraum und einen großen Saal erweitert. Letzterer wäre dann samt Leinwand und Beamer auch für Hochzeiten, Familienfeiern oder Tagungen buchbar. Gerhardt: „Da ist Platz genug für Posaunenchöre mit 70 Leuten.“ Auch die Küche aus dem Erdgeschoss soll samt neuer Essensausgabe auf diese Ebene wandern.
Haus C soll auf zwei Ebenen um sechs neue Zimmer ergänzt werden, die auch für Familien-Aufenthalte geeignet sind. Vorhandene Betreuer-Zimmer erhalten Nasszellen – endlich, so Maike Schröder, Geschäftsführerin des Abenteuerdorfes.

Denn genau das hätten Gäste bislang immer wieder kritisiert. Ebenso wie übrigens eine schlecht funktionierende Heizung. Nun wird eine neue Fernwärme-Anlage gebaut, zentral betrieben mit Hackschnitzeln. „Eine Investition, die sich schnell bezahlt machen wird“, versichert Ingenieur Gerhardt.

„Es ist unser Haus“, betonte Sabine Lang, Vorsitzende des Kuratoriums Abenteuerdorf und Moderatorin des Abends, wie wichtig dieses Leuchtturm-Projekt für den Kirchenkreis Wittgenstein und alle seine Unterstützer sein müsse.

Übrigens: Leute, die am Ende eines Tages einfach nur auf der Baustelle saubermachen, können auch gerne mitmachen.