Über ein Problem, das nie hätte auftauchen sollen

Drei Jahre Baustelle Bahnübergang "Zum Heilbach" in Aue: Neben dem Gleis hat Detlev Moszicke jetzt eine Art Gedenktafel aufgestellt.
Drei Jahre Baustelle Bahnübergang "Zum Heilbach" in Aue: Neben dem Gleis hat Detlev Moszicke jetzt eine Art Gedenktafel aufgestellt.
Foto: WP

Aue..  Der Bahnübergang „Zum Heilbach“ in Aue wird voraussichtlich erst im Jahr 2017 so nachgebessert, dass man die Bauarbeiten dafür dann tatsächlich als endgültig beendet bezeichnen kann.

Wie Bahn-Sprecher Dirk Pohlmann aus Düsseldorf auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, soll dabei im Bereich des Übergangs sowohl die Fahrbahn der Straße „Zum Heilbach“ und der Hauptstraße (L 553) abgesenkt als auch der Gleistrasse angehoben werden. „Damit dürfte die Probleme, die eigentlich nie hätten auftauchen sollen, beseitigt sein“, schätzt Pohlmann.

Die neue Vorplanung für die Nachbesserungsarbeiten liege nun zwar vor, so der Sprecher weiter – allerdings müsse dafür erst erneut das Baurecht beantragt werden. Darüber hinaus gelte es, die Auswirkungen des Bahn-Lärms zu prüfen, um gegebenenfalls Maßnahmen zum Schallschutz zu ergreifen. Und das alles „dauert seine Zeit“, sagt Pohlmann. Vermutlich bis hinein ins nächste Jahr. Jedenfalls würde man dann mit den anschließenden Bauarbeiten wohl nicht vor dem Winter 2016 fertig werden. Und daher plane die Bahn, die komplette Maßnahme 2017 in einem Rutsch durchzuziehen.

Was die Baukosten betrifft, geht Pohlmann von einer höheren sechsstelligen Euro-Summe aus. Dabei sei neben der Bahn auch die Stadt Bad Berleburg als Baulastträger der Straßen mit im Boot. Allerdings nicht für zusätzliche Kosten, die durch die fehlerhafte Planung entstanden seien. Der Landesbetrieb Straßen NRW dagegen sei nur planungsrechtlich beteiligt.

Bedienungsfehler der Lokführer

Mit Blick auf die provisorisch installierte Schranken-Anlage am Bahnübergang kündigt Pohlmann ein Gespräch mit der Hessischen Landesbahn an, deren Züge hier als „Rothaarbahn“ zwischen Bad Berleburg nach Erndtebrück unterwegs sind. Denn ganz offensichtlich betätigten die Zugführer beim Anhalten kurz vor dem Bahnübergang in Aue nicht oder nicht richtig das Tastenfeld, welches den Schließmechanismus der Schranken auslöse. Und das können dann auch tatsächlich dazu führen, so Pohlmann weiter, dass die Schranke unten bleibe, obwohl der Zug schon längst über alle Berge sei. Wann sie sich dann wieder öffnet? Wenn der nächste Zug kommt, so der Bahn-Sprecher. Und das kann dauern.