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TV-Team besucht Fürstenhaus in Bad Berleburg

14.06.2012 | 15:02 Uhr
TV-Team besucht Fürstenhaus in Bad Berleburg
Julia Melchior (l) mit Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und seinem Sohn Erbprinz Gustav zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (M).

Bad Berleburg.  Am Schützenfestfreitag steht das Berleburger Schloss samt Bewohnern doppelt im Fokus. Einmal beim großen Zapfenstreich und zum anderen im WDR-Fernsehen. Am Freitag, 29. Juni, zeigt der Westdeutsche Rundfunk die zweite Folge seiner Sendereihe Adelsdynastien in NRW. Von 20.15 bis 21 Uhr geht es dann um „Die Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg“.

Die Familie zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg auf Schloss Berleburg im Wittgensteiner Land gehören zu den größten privaten Waldbesitzern in Deutschland. Fast 13 000 Hektar Wald zählen zum Besitz der Familie. Schwarzstörche, Eisvögel, Weißes Rotwild und Mufflons bevölkern die Wälder und machen sie einzigartig in ganz Europa. Und jetzt kommen auch noch Wisente dazu, eine vom Aussterben bedrohte Wildrindart.

800-jährige Geschichte

In kaum einer anderen Gegend Europas stehen so viele Schlösser und Burgen, die sich noch in Privatbesitz befinden, wie in Nordrhein-Westfalen. Viele Bauten sind seit Generationen im Besitz der gleichen Familien, zu deren Selbstverständnis die Pflege der Tradition bis zum heutigen Tag gehört. Andere Häuser waren verwaist, wurden wiederentdeckt und zu neuem Leben erweckt. Der Umgang mit dem jahrhundertealten Erbe erfordert allerdings großes Verantwortungsbewusstsein, viel Mut und Kreativität.

Hochzeit in Berleburg

In Bad Berleburg ist die Forstwirtschaft bis heute die Lebensgrundlage der fürstlichen Familie. Sie lebt sehr zurückgezogen auf dem Schloss und kann auf eine mehr als 800-jährige Geschichte zurückblicken. Dass die Familie das Barockschloss bis heute bewohnt, verdankt sie ihrem Generationenvertrag: Denn nur wer den Wald nachhaltig bewirtschaftet, erhält ihn als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen.

In der zweiten Folge der neuen WDR-Reihe „Adelsdynastien in NRW“ trifft Julia Melchior den Chef des Hauses Sayn-Wittgenstein, Prinz Richard, und seinen Sohn, Erbprinz Gustav. Vater und Sohn führen sie durch den imposanten Wald der Familie und geben einen Einblick in die außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt.

Forstwirtschaft und Leistungssport

Während die Herren des Hauses die meiste Zeit mit der Verwaltung des Besitzes verbringen, ist Tochter Nathalie auf dem Reitplatz anzutreffen. Als Mitglied der dänischen Nationalmannschaft trainiert die erfolgreiche Dressurreiterin im Wittgensteiner Land für die Olympischen Spiele. Ihre zweite große Leidenschaft, die Pferdezucht, teilt sie mit ihrer Mutter, Prinzessin Benedikte von Dänemark, eine Schwester von Königin Margrethe II. Als Mitglied des dänischen Königshauses nimmt Prinzessin Benedikte zahlreiche Ehrenämter in Dänemark wahr und vertritt regelmäßig als Reichsverweserin ihre Schwester bei öffentlichen Terminen. Über ihr Leben zwischen dem dänischen Hof und dem wittgensteinschen Besitz spricht Prinzessin Benedikte exklusiv mit Julia Melchior.

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