Turk jetzt Pfarrer im Westerwald

Birnbach/Erndtebrück..  Mehr als zwei Dutzend Besucher aus der Evangelischen Kirchengemeinde Erndtebrück und aus dem Wittgensteiner Kirchenkreis waren am Sonntagnachmittag in der Evangelischen Kirche Birnbach im Westerwald, wo der frühere Erndtebrücker Stefan Turk in sein neues Amt als Gemeindepfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Birnbach ins Amt eingeführt wurde.

Mit diesem Wechsel ist der Westfale Turk nicht nur in einem neuen Bundesland gelandet, Birnbach liegt fünf Kilometer hinter der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, sondern auch in einer neuen Landeskirche, nämlich in der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Elf Dörfer zu betreuen

Zur neuen Kirchengemeinde von Stefan Turk gehören elf Dörfer der Kirchengemeinde Birnbach mit etwa 2400 evangelischen Christen, die Kirchengemeinde selbst ist eine von 16 im Kirchenkreis Altenkirchen.

Und auch wenn Birnbach anderthalb Stunden Autofahrt und 90 Kilometer von Erndtebrück entfernt liegt, so gibt es doch eine kleine Verbindung zwischen der alten und der neuen Wirkungsstätte.

1561 hatte Graf Adolf von Sayn als damaliger dortiger Landesherr in seiner Grafschaft die Lutherische Reformation durchgesetzt, und damit auch in Birnbach. Wobei der Namens-Teil „Sayn“ ja auch bei uns geläufig ist. Einer seiner Nachfolger, Graf Wilhelm von Sayn-Wittgenstein, führte 1605 auch in Birnbach die Reformierte Lehre calvinistischer Prägung ein. Doch nachdem die Grafschaft Sayn-Hachenburg 1815 zu Preußen und zur Provinz Großherzogtum Niederrhein kam wurde die „Unierte Evangelische Kirche“ gegründet, eine Vereinigung des lutherischen und reformierten Bekenntnisses, zu der die Kirche Birnbach von 1820 an gehörte.