Tretbecken im Berlebach: Stadt drängt auf Erhalt der Anlage

In diese grüne Algenbrühe mag niemand mit nackten Füßen steigen. Die Unterhaltung des Wassertretbeckens im Berlebach ist für Besitzerin Helios kein Thema mehr, da es „durch unsere Patienten seit längerer Zeit nicht mehr genutzt" werde. Die Stadtverwaltung drängt allerdings auf eine Lösung zum Erhalt und weiteren Betrieb der Anlage.
In diese grüne Algenbrühe mag niemand mit nackten Füßen steigen. Die Unterhaltung des Wassertretbeckens im Berlebach ist für Besitzerin Helios kein Thema mehr, da es „durch unsere Patienten seit längerer Zeit nicht mehr genutzt" werde. Die Stadtverwaltung drängt allerdings auf eine Lösung zum Erhalt und weiteren Betrieb der Anlage.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Helios Kliniken GmbH als Eigentümerin hat Anlage bereits geschlossen – auch aus Sicherheitsgründen. Jetzt regt die Stadtverwaltung Pflege-Paten an.

Bad Berleburg..  Wassertreten gilt als Bestandteil der Kneipp’schen Anwendungen – und findet in Bad Berleburg regen Zuspruch. In der Obhut des Heimat- und Verkehrsvereins werden in der Kernstadt die Becken an der Espequelle sowie im Bullerbach gepflegt und vorbildlich unterhalten. Völlig anders sieht das beim Tretbecken im Berlebach aus. Dort liegen Scherben, Dreck, abgebrochen Äste. Barfuß kann dort niemand mehr laufen.

Vermüllung und Vandalismus beklagt

Das hat auch die Eigentümerin erkannt, die Helios Kliniken GmbH. Auf Anfrage unserer Lokalredaktion teilt Pressesprecher Tobias Pott mit: „Das Tretbecken unterhalb der Odebornklinik wurde in der Vergangenheit von den Rehakliniken betrieben und gepflegt. Das klinikeigene Becken wird allerdings durch unsere Patienten bereits seit längerer Zeit nicht mehr genutzt. Durch die zentrale Lage des Beckens hatten wir in den letzten Monaten und Jahren aber immer wieder starke Probleme mit Vermüllung, Vandalismus und Trinkgelagen am Becken.“

So seien „wiederholt und trotz regelmäßiger Begehungen Glasscherben im und am Becken gefunden“ worden. „Das dadurch bestehende Sicherheitsrisiko ist nicht mehr akzeptabel“. Aus diesem Grund habe Helios das Becken geschlossen und wird in den nächsten Tagen das Wasser ablassen.

Anlage wichtig für den Kurort

Das war’s dann also mit Wassertreten im Berlebach? „Hoffentlich nicht“, sagt Regina Linde, Pressesprecherin der Stadt Bad Berleburg. „Wir möchten gerne mit Helios nach einer Lösung suchen, um den Bürgern und Gästen der Stadt einen Mehrwert anzubieten.“ Allerdings, das macht Linde deutlich, können beispielsweise Mitarbeiter des städtischen Bauhofes „keine zusätzlichen Kosten übernehmen“ – Stichwort Haushaltskonsolidierung. Aus Sicht der Stadt sei es – auch mit Blick auf das aktuelle Projekt „Kurorte – neu profiliert“ – absolut wünschenswert. wenn die Öffentlichkeit dort weiter „kneippen“ könne. Eventuell könnten Pflege-Paten gefunden werden, die sich um das Tretbecken samt Anlage kümmern. Sicher wird es laut Regina Linde „nicht zu einer Ad-hoc-Lösung kommen, so dass das Becken in diesem Sommer wohl nicht funktionstüchtig sein wird“.