Taxifahrt wird zum teuren Vergnügen
11.08.2009 | 15:15 Uhr 2009-08-11T15:15:00+0200Bad Berleburg. (tc) „Das war eine teure Taxifahrt, die Sie hoffentlich dazu bewegt nur noch einzusteigen, wenn Sie auch Geld haben.” Diese Worte gab Richter Torsten Hoffmann einem 29-Jährigen mit auf den Weg, der sich gestern wegen Betrugs vor dem Amtsgericht verantworten musste.
Es geschah am 22. März. Der Angeklagte kam von einem Lehrgang und wollte zurück nach Bad Berleburg. Da er am Bankautomaten kein Geld bekam, sollte ein Zwischenstopp an der Bank in Erndtebrück eigelegt werden. Dort sollte der Schalter bis 19 Uhr geöffnet haben. „Als wir dort um halb sieben ankamen, war der Schalter aber schon geschlossen”, erinnert sich der Taxifahrer im Zeugenstand.
Da auch alle anderen Banken auf der Strecke geschlossen waren, führte die Fahrt zur Berleburger Wohnung des Angeklagten. Dort händigte der Beschuldigte dem Taxifahrer Handynummer und Ausweis aus und versprach, das Geld am nächsten Tag zu überweisen. „Ich hatte nicht die Absicht ihn zu betrügen. Als ich das Geld überweisen wollte, kam eine Rückbuchung, da das Konto nicht mehr gedeckt war”, sagte der Angeklagte. Bis zum Verhandlungstag war das Geld nicht auf dem Konto des Taxifahrers eingegangen. Doch noch im Gerichtssaal händigte der Angeklagte dem Taxifahrer das ausstehende Geld plus einen zusätzlichen Betrag als Entschädigung aus.
Um eine Bestrafung kam er jedoch nicht herum. Richter Hoffmann verhängte gegen den Anlagenmechaniker 60 Tagessätze a 50 Euro, da er sich geständig gezeigt und seine Schulden bezahlt hatte.
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