Tauschtage brauchen mehr Resonanz

Bad Berleburg..  Den 35. Vereinsgeburtstag der Briefmarkenfreunde Wittgenstein im nächsten Jahr wollen die heimischen Philatelisten für eine Werbekampagne nutzen, um den Verein bekannter zu machen, die Mitglieder zum Besuch der Veranstaltungen zu motivieren und vielleicht auch wieder Nachwuchs zu gewinnen. Im Bad Berleburger Jugendzentrum am Marktplatz beschlossen die Briefmarkenfreunde die Herausgabe von Karten, die mit vom Verein selbst entworfenen Briefmarken frankiert und versendet werden können.

Werbung scheint auch notwendig zu sein, denn in seinem Jahresrückblick musste der Vorsitzende An­dreas Scheuer einen schlechten Besuch der regelmäßigen Tauschtage beklagen. Insbesondere in Bad Laasphe, wo sich die Philatelisten am zweiten Sonntag jeden Monats im Haus des Gastes treffen, waren die Teilnehmer-Zahlen rückläufig. In Bad Berleburg, wo der Tauschtag immer am vierten Sonntag im Jugendzentrum stattfindet, war der Besuch zuletzt deutlich zufrieden stellender.

Tipps für Sammler

Der Verein war präsent bei Wollmarkt und Erntedankfest in Bad Berleburg – und wird auch in diesem Jahr wieder mitwirken, ebenso beim Holzmarkt, so er denn stattfindet. Hier gibt der Verein Auskünfte zu Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten und nimmt auch Bewertungen vor und hält auch sonst so manchen Sammlertipp bereit. Für den 17. Oktober ist eine Sammlerbörse für Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten im Bad Laaspher Haus des Gastes geplant.

Nachdem Thomas Dienst über eine „stabile Kassenlage“ berichtet hatte, wurden die Beisitzer im Vorstand Klaus Weland und An­dreas Mäge in ihren Ämtern bestätigt. Neu als Beisitzer wurde Edwin Abrams gewählt, der seit Jahren die Vereinsnachrichten gestaltet. Der „leidenschaftliche Redakteur unserer Vereinszeitschrift“, wie ihn der Vorsitzende Andreas Scheuer bezeichnete, war lange Zeit Vorsitzender des Vereins und kehrt nun in das Vorstandsteam zurück.

Rundsendedienst ruht

Hans-Jürgen Schäfer (Girkhausen) hält dem Verein seit 25 Jahren die Treue, konnte aber die Ehrung nicht persönlich entgegen nehmen.

Der Verein befasste sich auch mit der Frage, ob der Rundsendedienst wieder aufgenommen werden sollte. Nach dem Tod des bisherigen Rundsendewartes Christian Wahl war dieser Service des Vereins zum Erliegen gekommen. Da die Teilnehmerzahl zuletzt rückläufig war und das Interesse zu gering erschien, wurde beschlossen, den Rundsendedienst zunächst einmal ruhen zu lassen.