SV Hemschlar sucht Vorsitzenden

Ehrungen mit Stadtmeister beim SV Hemschlar – nach 20 Jahren zum letzten Mal vorgenommen von Ulla Belz (links) vom Stadtsportverband.
Ehrungen mit Stadtmeister beim SV Hemschlar – nach 20 Jahren zum letzten Mal vorgenommen von Ulla Belz (links) vom Stadtsportverband.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Eklat bei den Vorstandswahlen des SV Hemschlar: Die bisherige Amtsinhaberin Christiane Dreisbach tritt zurück – wegen anonymer Briefe an sie, deren Verfasser dem gesamten SV-Vorstand Unfähigkeit vorwirft.

Hemschlar..  Gleich zu Anfang hatte König Lars-Uwe Bald die Mitglieder zum abschließenden Imbiss eingeladen. Und die Stärkung nach der Jahreshauptversammlung hatten die 37 Mitglieder sowie die zwei Jugendlichen wohl auch nötig. Alles lief glatt – bis zu den turnusmäßigen Wahlen. Denn die 1. Vorsitzende Christiane Dreisbach stand für diesen Posten nicht mehr zur Verfügung – und jetzt wir es heikel: Im vergangenen Jahr hat sie in ihrem Briefkasten zwei anonyme Schreiben gefunden.

Vorstand Unfähigkeit vorgeworfen

Der oder die Verfasser diskreditieren darin nicht nur die Vorsitzende, sondern auch den gesamten Vorstand, werfen allen Beteiligten eine Art Unfähigkeit vor. Die Schreiben wurden am Samstag im Schützenheim zwar nicht verlesen, im Gespräch mit unserer Zeitung teilte Christiane Dreisbach jedoch mit, dass es Personen gibt, die als Briefe-Schreiber verdächtigt werden. Namen wurden aber nicht genannt. Der oder die Täter werden dem Schießverein zumindest als Mitglied zugerechnet.

Die anschließende Suche nach einem neuen Vorsitzenden blieb erfolglos. Selbst der gestandene Schützenbruder Helmut Bald winkte ab. Vize Arno Traut agiert nun erst einmal kommissarisch. Optimal lief es dann beim Rest der Wahlen. Klaus-Dieter Braun wird sich als 1. Kassenwart auch zukünftig um die Finanzen kümmern, ein Jahr als 2. Geschäftsführer dranhängen möchte Hans Heinrich Müsse, und Sozial- und Pressewart bleibt Tobias Steinhoff. Den Vorstand komplettieren Elke Bender (1. Sportwartin), Günter Bender (3. Sportwart), Rudi Otto (1. Jugendwart) und Sven Schneider (2. Jugendwart).

Trotz der feigen Angriffe mit den Briefen war der Vorstand in 2014 alles andere als untätig. „Die Brauerei haben wir gewechselt, denn der neue Bierlieferungsvertrag bringt uns mehr“, erklärte Christiane Dreisbach. Finanzielle Vorteile soll auch der Wechsel des Festwirts haben.

Das Schützenfest soll nicht nur für alle Mitglieder und Gäste, sondern auch für die Königsaspiranten attraktiver gestaltet werden. Künftig gilt: Wer in Hemschlar dem Aar den Garaus macht, soll entscheiden können, ob er das Schützenvolk alleine, mit Königin/Prinzgemahl und mit einem Hofstaat regieren möchte, erläuterte Geschäftsführer Sven Hein. So erhofft sich der Schießverein mehr Anwärter unter der Vogelstange. Dass etwas passieren musste, hat auch Kassierer Klaus-Dieter Braun deutlich gemacht. „Es ist immer weniger Geld in der Kasse“, so der Schatzmeister – trotz Spar-Kurs.

Erfreuliches konnte André Hüster als scheidender 1. Sportleiter berichten. Nicht nur der Ring-Durchschnitt der Aktiven wurde verbessert, der Schießverein zählt jetzt sogar einen Stadtmeister mehr in seinen Reihen. Der Titel „Stadtmeister“ war auch das Schlagwort bei den Ehrungen, die nach 20 Jahren das letzte Mal von Ulla Belz durchgeführt wurden. Einer der Höhepunkte hier: die Auszeichnung von Hans Heinrich Müsse, der sich bei den Senioren mit 363 Ringen den Titel sicherte.