Superintendent Berk bis 2020 wiedergewählt

Wittgenstein..  Blumen für den Superintendenten: Auf der Sommer-Synode des Kirchenkreises Wittgenstein am Dienstag in Banfe ist Stefan Berk im Amt bestätigt worden. Bei der Wahl bekam der Erndtebrücker Pfarrer 39 Ja-Stimmen, zwölf der Synodalen enthielten sich. Berk tritt nun seine zweite Amtszeit bis 2020 an. Er kündigte „neue Perspektiven“ für den Kirchenkreis an, der weiterhin sparen muss. Wie die Kirchengemeinden künftig enger zusammenarbeiten können – auch das war ein zentrales Thema der Synode.

Kein Gegenkandidat in Sicht

Gegenkandidaten für Berk, die noch bis kurz vor der Wahl ihren Hut in den Ring werfen konnten, gab es nicht. Auch Dr. Dirk Spornhauer, Pfarrer in Raumland, der noch vor acht Jahren gegen den Amtsinhaber angetreten war, hielt sich zurück. Seine Kandidatur wäre einer Demontage Berks gleichgekommen, findet Spornhauer – und das könne niemand wollen.

Berk selbst fasste seine Kandidatur in „zehn Sätzen“ zusammen. Er habe „diesen Kirchenkreis gern geleitet“ und wolle das auch weiterhin tun. Gemeinsam mit der Synode möchte er für die nächsten Jahre Prioritäten setzen. Und das sei „ein anstrengender Weg“, betonte Berk – „vor allem in Zeiten, in denen wir uns auf kleinere Verhältnisse einstellen müssen“. Das betreffe die Presbyterien vor Ort ebenso wie die Pfarrer, „die über ihren Beruf neu nachdenken müssen“.

Dazu hatten die Angesprochenen bereits auf der Synode reichlich Gelegenheit. Denn: Ziel der nächsten Jahre soll es sein, „vitale Einheiten“ im Kirchenkreis zu bilden, so Steffen Post vom Perspektiv-Ausschuss der Synode. Gespräche mit den Presbyterien zwischen Februar und April hätten gezeigt, dass es bereits einige „Beziehungen“ zwischen benachbarten Kirchengemeinden gebe – und bei der Kooperation noch Potenzial. Von einigen Gemeinden seien auch „Wünsche“ geäußert worden, ergänzte Dirk Spornhauer, die vom Nachbarn aber offenbar „noch nicht gehört worden“ seien.

Mehr Leben für die Dörfer

Wer kann es gut mit wem? Das galt es nun in Arbeitsgruppen auszuloten. Beispiel Kirchengemeinden Lukas im Eder-/Elsofftal und Arfeld: Offenbar kennt man sich und die Aktivitäten des Nachbarn zu wenig. Das könnte sich aber ändern, so die beiden Pfarrer Dr. Ralf Kötter und Horst Spillmann. Während „Lukas“ gezielt Leben in die Dörfer der Kirchengemeinde bringen möchte, ist Arfeld eher Richtung Bad Berleburg orientiert. Pfarrer Kötter kann sich aber gut vorstellen, mit den Arfeldern zum Beispiel im neuen Zentrum „Via Adrina“ aktiv zu sein – bei der Tagesbetreuung der Senioren.