Sturmtief „Arif“ kommt über Bad Berleburg

Foto Peter Kehrle
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Zu keiner Minute kam Fußball-Landesligist VfL Bad Berleburg bei der 0:6-Niederlage bei Borussia Dröschede für den Sieg in Frage – nicht einmal in der ersten.

Dröschede..  Zu keiner Minute kam Fußball-Landesligist VfL Bad Berleburg bei der 0:6-Niederlage bei Borussia Dröschede für den Sieg in Frage – nicht einmal in der ersten. Denn da nahm das Unheil schon seinen Lauf. Beim ersten Angriff war Dröschedes Top-Torjäger Arif Et nach einem Pass durch die Schnittstelle nicht mehr zu halten und wurde erst im Strafraum durch ein Foul von VfL-Keeper Alexander Barth gestoppt. Zwischen Anpfiff und Elfmeter waren gerade einmal 30 Sekunden vergangen. Den Strafstoß verwandelte Et selbst, ehe er in der 9. Minute den VfL-Verteidigern erneut entwischte und einen Konter zum 2:0 für Dröschede abschloss.

VfL-Trainer Andreas Edelmann hatte seine Mannschaft vor einem frühen Sturmlauf der Iserlohner gewarnt. Verhindern konnte sie ihn aber nicht. „Wenn du dann noch so früh mit zwei Toren hinten liegst, hast du natürlich ganz schlechte Karten“, kommentierte der Trainer und fügte hinzu: „Gerade gegen eine konterstarke Mannschaft wie Dröschede“.

In der Tat: Bad Berleburg erholte sich von den frühen Tiefschlägen nicht mehr, das Spiel blieb einseitig. „Dröschede war aggressiv und spritzig, hat beeindruckend schnell in die Spitze gespielt“, beobachtete VfL-Stürmer Yannik Lückel, der die Partie verletzt am Rand verfolgte.

Vor allem auf den Außenpositionen hatte Bad Berleburg immer wieder Probleme mit den Gastgebern. Das 3:0 durch Dragen Petkovic (39.) und 4:0 durch Mustafa Akdeniz (54.) waren die logische Konsequenz. Chancen für die Wittgensteiner? Bis zur 80. Minute Fehlanzeige. Spielerisch fehlten die Mittel, dem Dröscheder Druck zu entkommen, die Spieler in Grün-Weiß leisteten sich zu viele Fehlpässe. In der Schlussphase hatte der VfL drei Mal die Gelegenheit, das Ergebnis erträglicher zu gestalten.

„Wenn man ehrlich ist, war es für Dröschede hintenraus nichts anderes als ein Trainingsspiel“, ärgerte sich Edelmann, dass seine Spieler nicht verkürzten. Es kam sogar noch dicker. Dragan Petkovic (87.) und Haris Dzafic (88.) machten das halbe Dutzend voll.

Andreas Edelmann verzieh seinen Spielern die erste „Klatsche“ nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer: „Es ist ärgerlich, aber das passiert im Fußball.“

Durch die Niederlage – die vierte im fünften Rückrundenspiel – ist der VfL Bad Berleburg nun erstmals in dieser Saison in die untere Tabellenhälfte gerutscht. In Abstiegsgefahr dürfte der Aufsteiger bei 18 Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone aber nicht mehr geraten.