Streik läuft nur im Siegerland

Siegen-Wittgenstein..  Wittgensteiner Eltern brauchen sich auch weiterhin keine alternative Betreuung für ihre Kinder zu suchen: Der unbefristete Streik der Erzieher und Mitarbeiter in Sozialberufen geht komplett an Wittgenstein vorbei, weil es in der Region keine kommunalen Träger etwa von Kindertagesstätten gibt.

Im Siegerland dagegen beteiligten sich am Montag über 100 Beschäftigte aus kommunalen Kitas, Beratungsstellen, Sozial- und Jugendämtern und des sozialpsychiatrischen Dienstes an Aktionen in Siegen und Kreuztal, zu denen die Gewerkschaft Verdi kreisweit aufgerufen hatte. Die Demonstranten steuerten das Kreishaus in Siegen sowie die Rathäuser in Siegen und Kreuztal an. „Sozial- und Erziehungsberufe müssen deutlich besser entlohnt werden, da die hohen Qualitätsanforderungen, die mittlerweile an diese Berufe gelegt werden, letztendlich auch den Kommunen zugutekommen“, so Gewerkschafter Michael Schnippering. „Die Weichen für eine erfolgreiche Schulausbildung werden bereits im Kindergarten und in der Jugendbetreuung gestellt.“