Strampeln für den USA-Besuch der Wittgensteiner

Raumland..  Schon lange Zeit besteht ein gutes Verhältnis zwischen der amerikanischen United Church of Christ und dem evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein. Natürlich sollen sich auch Teenager mal ein Bild von dem machen, was in den evangelischen Gemeinden jenseits des Atlantik abläuft. Hin- und Rückflug sowie die Unterkunft und Verpflegung vor Ort kosten Geld, das wissen auch die Kira Förster, Tim Müsse und Leon Weise, drei von 15 Teilnehmern der „Young Ambassadors“, zu deutsch „junge Botschafter“, ein vom evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein ins Leben gerufenes Austauschprojekt. Aus diesem Grund veranstaltete der Kirch- und Gemeindeförderverein Raumland die „Raumland Trophy“ am Pfingstsamstag, ein Sponsoring-Projekt für die Teilnehmer des Austauschprojektes. Zahlreiche Fahrradfahrer unterschiedlicher Altersklassen fuhren einen Rundkurs von 1,7 Kilometer Länge am Ederauenradweg an der Hörre in Raumland entlang, um mit jeder gefahrenen Runde das Spendenkonto zu füllen. Jeder Teilnehmer hatte sich vorher einen Spender – eine Person oder eine Institution – gesucht, der pro gefahrener Runde einen festgelegten Geldbetrag zahlt.

Jede Runde zählt

Mit Laufkarten, die nach jeder Runde abgestempelt wurden, machten sich die Radfahrer auf den Weg. Bei einer optimalen Verpflegung und Frühlingstemperaturen drehten zahlreiche Radler Runde um Runde, selbst Personen, die sich nicht oft auf den Sattel schwingen, schafften teilweise mehrere Dutzend Runden – für den guten Zweck.

Das „Young Ambassadors“-Projekt gibt es bereits seit fast einem Jahrzehnt. Im Rahmen der gegenseitigen Besuche sind in diesem Jahr wieder die Wittgensteiner mit einer Reise in den Staaten dran. In den Sommerferien, am 9. Juli, geht es für Kira Förster, Tim Müsse, Leon Weise und Co. für drei Wochen zu den Mitgliedern der United Church of Christ. Die „Young Ambassadors“ gestalten Gottesdienste in Louisville und Indianapolis mit und besuchen Einrichtungen der United Church of Christ, zum Beispiel eine Schule für sozial auffällige Jugendliche, die ohne diese Einrichtungen mit großer Wahrscheinlichkeit im Jugendgefängnis säßen. Eine Woche lang geht es außerdem die Hauptstadt Washington D.C. Auch Besuche des Weißen Hauses und des Capitols stehen auf dem Plan. Bei der „Raumland Trophy“ kam eine beträchtliche Geldmenge zusammen, um die Wittgensteiner „Young Ambassadors“ zu unterstützen .