Ständig unter Strom und stets auf Achse

Dieser Nissan Leaf wird jetzt zwei Wochen lang von der Stadtverwaltung Bad Laasphe getestet. Am Steuer des Elektroautos hat Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann Platz genommen. Peter Imhäuser (mitte) von der RWE und der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Bad Laasphe, Joachim Debus präsentieren den Wagen.
Dieser Nissan Leaf wird jetzt zwei Wochen lang von der Stadtverwaltung Bad Laasphe getestet. Am Steuer des Elektroautos hat Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann Platz genommen. Peter Imhäuser (mitte) von der RWE und der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Bad Laasphe, Joachim Debus präsentieren den Wagen.
Foto: WP

Bad Laasphe..  Für kurze Strecken im Stadtverkehr gibt es laut RWE kaum ein besseres Fortbewegungsmittel als das Elektroauto. Den Beweis, ob diese Theorie stimmt und sie auch in Wittgenstein Bestand hat, kann bald die Stadt Bad Laasphe antreten. Zwei Wochen lang steht der Kommunalverwaltung ein Nissan Leaf zur Verfügung. „Ob für Kurierfahrten oder die Anfahrt zu öffentlichen Terminen: Die Nutzung des bereitgestellten E-Autos ist komplett der Kommune überlassen“, formuliert es der Energiekonzern.

Lautlos über Berg und Tal

Bad Laasphes Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann nahm bei der Übergabe des Fahrzeugs am Dienstag schon einmal probeweise hinter dem Steuer Platz. Allerdings wird der Verwaltungschef das modische Gefährt nicht für sich allein beanspruchen: „Wir werden das Auto bei allen Dienstfahrten der Mitarbeiter nutzen“, sagt Spillmann.

Der Hintergrund dieser Testfahrten ist klar: „Wir wollen mit dem Projekt die Hemschwellen gegenüber dem Thema Elektromobilität in städtischen Verwaltungen abbauen“, heißt es in einer Presseerklärung von Norbert Verheyen aus der Geschäftsführung der RWE Effizienz GmbH. Mit geschätzten 200 Kilometern Reichweite böte sich ein Fahrzeug mit Elektroantrieb als umweltschonend und wirtschaftlich an.

E-Mobilität in Wittgenstein durchaus verbreitet

Ob die 200 Kilometer auch im durchaus kalten und bergigen Wittgenstein mit dem Nissan Leaf zu erreichen sind, werden die Tests der Verwaltungsmitarbeiter schon bald zeigen. Allerdings ist Wittgenstein mit RWE-Ladestationen in Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück - das sind drei von sieben Stromtankstellen im Kreis Siegen-Wittgenstein - sehr gut, ja fast schon flächendeckend ausgestattet, wie es Peter Imhäuser von RWE ausdrückt. Die Idee der Elektromobilität ist hierzulande übrigens nicht ganz neu: Neben der Sparkasse Wittgenstein (mit eigener Solar-Ladestation an der Hauptstelle) und der Schlossberg-Apotheke in Bad Berleburg, dem Autohaus Althaus und der Firma Photovoltaik Haßler und Bätzel, beide ebenfalls aus Bad Berleburg, verfügen schon eine ganze Reihe von Unternehmen über diese fast emissionsfreien und vor allem leisen Elektromobile.