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Städtische Realschule Bad Berleburg hat 19 neue Busbegleiter

13.09.2012 | 17:15 Uhr
Städtische Realschule Bad Berleburg hat 19 neue Busbegleiter
Hier setzen die neuen Busbegleiter das Erlernte in die Tat um. Gerade beim Einsteigen in den Schulbus muss das Drängeln auf jeden Fall verhindert werden, sonst ereignen sich Unfälle wie in Weidenau vor 18 Monaten.Foto: Heiner Lenze

Bad Berleburg. Die Städtische Realschule Bad Berleburg hat 19 neue Busbegleiter und Busbegleiterinnen. Nach einigen Stunden Theorie wurde das beim Polizeibeamten Martin Schmidt erlernte Fachwissen einem echten Praxistest unterzogen – und der hatte es in sich. Dazu später mehr.

Das Sicherheitstraining, zu dem auch das richtige Einsteigen ohne zu Drängeln gehört, hat einen ernsten Hintergrund: Realschullehrer Herbert Jäsch und Martin Schmidt von der Verkehrswacht wollen Zwischenfälle ausschließen, wie an einer Schule in Weidenau vor rund 18 Monaten. Dort geriet seinerzeit eine 12 Jahre junge Schülerin während einer Rangelei mit ihrem Bein unter das Vorderrad eines Busses.

„Vier Tonnen Gewicht drückten auf das betroffene Körperteil, das anschließend amputiert werden musste. 250 Schülerinnen und Schüler haben den Unfall mit ansehen müssen und waren schockiert“, so Martin Schmidt zu den angehenden Begleitern, die sich aus den Klassen neun und zehn freiwillig für diese wichtige Ausbildung gemeldet haben. Deren Aufgaben sind vielfältig, denn mit dem richtigen Einsteigen ist es längst nicht getan. Die jüngeren Mitfahrer müssen Zweierreihen bilden und sollen den Schulranzen in den Händen halten. Der soll nach Einnahme des Sitzplatzes vor den Füßen abgestellt werden. Das ermöglicht eine bessere und sichere Sitzhaltung als wenn der Tornister weiter auf dem Rücken verbleibt.

Trainiert werden auch besondere Ausnahmesituationen. Was passiert, wenn ein Schüler den Nothammer stiehlt? Auch hierfür gibt es „Dienstanweisungen“. Die Begleiter müssen den Übeltäter an die Busfahrer melden. Der leitet den Vorfall unmittelbar an die zuständige Schule weiter.

Busfahrer Ulrich Bald hat in der sechsten und letzten Unterrichtsstunde nicht nur auf das Gaspedal gedrückt, er ist auch voll in die Eisen gegangen. Bei zwei abrupt eingeleiteten Notbremsungen wurde den Realschülern eindrucksvoll verdeutlicht, welche starken Kräfte bei so einem Manöver freigesetzt werden können.

Heiner Lenze

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