Sportvereine sehen kaum Spar-Potenzial

Bad Berleburg..  Das Konzept zur Entwicklung der Sportstätten im Stadtgebiet hat die Berleburger Sportvereine in seinen womöglich weitreichenden Konsequenzen überrascht.

Das wurde jetzt bei einem ersten Treffen von Vereinsvertretern mit Manuel Spies vom städtischen Immobilien-Management deutlich. Er erläuterte zu Beginn noch einmal das Ziel der Stadt, bei der Unterhaltung von Sporthallen und Sportplätzen rund 22 000 Euro pro Jahr einzusparen – und gleichzeitig beim Abbau von „Sanierungsstau“ über mehrere 100 000 Euro strikte Prioritäten zu setzen. Wolle man die angepeilten Einsparungen über höhere Nutzungsgebühren erreichen, rechnete Spies vor, müsste man 1,76 Euro pro Hallenstunde ansetzen.

Ortstermine auf den Anlagen geplant

„Da war erst einmal viel Betroffenheit“, sagt Ursula Belz, Vorsitzende des Stadtsportverbandes. Und keiner der anwesenden Vereinsvertreter sei der Ansicht gewesen, dass ausgerechnet bei „seinen“ Sportanlagen überhaupt gespart werden müsse. Vielmehr hätten viele Redner das besondere Engagement der Vereine für die Pflege der Sportanlagen betont.

Bis zur Beratung des Konzepts im April in den politischen Gremien sind nun Ortstermine auf den fast zwei Dutzend Sportanlagen geplant. Dabei sollen die Vereine erklären, wie sie sich deren Zukunft vorstellen. In einem zweiten Treffen soll dann abschließend diskutiert werden. „Das wird kein einfacher Prozess“, fürchtet Ulla Belz – zumal „es auch an die Substanz der Vereine geht“. Denn mittelfristig seien nicht mehr alle Sportanlagen im Stadtgebiet zu halten – auch wegen weiter sinkender Einwohnerzahlen.