Spende für die „Atempause“
07.02.2012 | 16:01 Uhr 2012-02-07T16:01:00+0100
Bad Berleburg. (pr) Nachdem sich der Lionsclub Wittgenstein im vergangenen Jahr finanziell für die Jugendarbeit engagierte, rücken diesmal die Senioren in den Fokus des Interesses. Einen Scheck über 15000 Euro übergab der sozial engagierte Club in dieser Woche an den Vorstand von „Atempause“ - den vor vier Jahren gegründeten Helferkreis für pflegende Angehörige.
Mit der Spende wurde ein großer Teil des Erlöses aus dem Verkauf der Adventskalender weitergegeben, den der Lionsclub Wittgenstein im vergangenen Jahr das zweite Mal auflegte. Lions-Präsident Dr. Dieter Grotmann dankte in diesem Zusammenhang den zahlreichen Sponsoren, durch die das Projekt überhaupt erst möglich sei, aber auch den Käufern des Kalenders, die dafür sorgten, dass die 5000 Exemplare schon Anfang November vergriffen waren.
Bei der Spendenübergabe verwies der Vorsitzende von Atempause Wittgenstein, Josef Strauß, darauf, dass der noch recht junge gemeinnützige Verein auf Spenden angewiesen sei, um seinen Aufgaben gerecht zu werden. „Atempause“ will mit seinem Angebot „Menschen helfen, die keine Lobby haben“. Die qualifizierten Mitarbeiterinnen entlasten pflegende Angehörige, indem sie stundenweise deren Aufgaben in der häuslichen Pflege übernehmen - und zwar, so Einsatzleiterin Sofia Herbertz, zu deutlich niedrigeren Stundensätzen als das bei professionellen Anbietern möglich sei. Lediglich 13,50 Euro werden für den Einsatz mit den Kassen abgerechnet. Da dort das monatliche Budget begrenzt ist, wird eine stundenmäßig deutlich höhere monatliche Entlastung der pflegenden Angehörigen erreicht.
Während der Einsatz der Helferinnen finanziell abgedeckt ist, bleibt der Verein bei vielen anderen Kosten auf Spenden angewiesen - beispielsweise für die Weiterbildung der zurzeit 17 Helferinnen und Helfer, die immer häufiger angefordert werden. Trotzdem sei es wichtig, so Josef Strauß, das Angebot noch bekannter zu machen, denn „die Schwelle, Hilfe anzunehmen, ist bei vielen Wittgensteinern sehr hoch.“
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